Suchen

Internetnutzer setzen nicht auf professionelle Schutzmaßnahmen Bauchgefühl gegen Hackerattacken

Redakteur: Peter Schmitz

Die Mehrzahl der deutschen Internetnutzer setzen bei der Abwehr von Malware nur auf ihr Bauchgefühl, statt auf Firewalls und Virenschutz. Das zeigt jetzt eine Emnid-Studie im Auftrag von Microsoft.

Firmen zum Thema

Nach einer aktuellen Microsoft-Umfrage spielen für deutsche Internetnutzer Schutzprogramme und sichere Browser bei der Verteidigung gegen Angriffe aus dem Netz kaum eine Rolle.
Nach einer aktuellen Microsoft-Umfrage spielen für deutsche Internetnutzer Schutzprogramme und sichere Browser bei der Verteidigung gegen Angriffe aus dem Netz kaum eine Rolle.

Die Ergebnisse der neuesten Emnid-Studie im Auftrag von Microsoft muss man wirklich mehrmals lesen um sie zu glauben. Zwar kennen sich deutsche Internetnutzer mit den Gefahren aus dem Netz aus, trotzdem verlässt sich knapp jeder Zweite (45 Prozent) noch immer auf sein eigenes Gespür statt auf professionelle Schutzmaßnahmen.

Etwa nur jeder Fünfte setzt auf ein Antivirus-Programm (23 Prozent) oder eine Firewall (18 Prozent). Auf eine aktuelle Version seines Webbrowsers achtet sogar nur jeder Zehnte (10 Prozent). Dabei sind moderne Browser ein effektiver Schutzschild gegen Passwortklau und Webspionage. Einmal installiert warnen sie den Nutzer automatisch vor vermeintlich unseriösen Seiten im Netz oder gefährlichen Downloads.

„Cyberkriminelle konzentrieren sich immer stärker auf den Anwender selbst und versuchen ihn zum Beispiel mit gefälschten Websites oder Malware systematisch zu täuschen, um Passwörter oder private Daten zu stehlen“, so Frank Maenz, Produktmanager Internet Explorer bei Microsoft Deutschland. „Diese so genannten Social Engineering Angriffe finden statt, während der Nutzer im Internet surft. Moderne Browser mit sinnvollen Sicherheitsfunktionen gewinnen daher enorm an Bedeutung und sind mittlerweile genauso wichtig wie ein Antivirusprogramm. Nicht aktualisierte Browserversionen können schnell zu einem großen Sicherheitsrisiko werden.“

Neueste Browserversion ein wichtiges Sicherheitselement

Dass der Browser eine wichtige Rolle beim Schutz vor Cyberkriminalität spielt, ist vielen Internetbenutzern jedoch nicht bewusst. Entsprechend unbedarft gehen sie bei der Wahl des Browsers vor: Weit über die Hälfte der deutschen Nutzer (64 Prozent) verwendet entweder den einmal installierten Browser oder überlässt anderen die Auswahl, ohne sich über die Vorteile von neuen Internet-Browsern zu informieren.

Fällt bei den Männern zumindest noch jeder Zweite (50 Prozent) eine aktive Browser-Entscheidung, sind es bei den weiblichen Nutzern nur 19 Prozent. Und trotzdem ist der Wunsch nach Sicherheit weit verbreitet: Bei über der Hälfte der Frauen (54 Prozent, Männer: 48 Prozent) steht bei der Browserausstattung der Punkt Sicherheit weit vorne. Erst mit deutlichem Abstand folgt das Thema „Schnelligkeit“ (23 Prozent). Ein großer Funktionsumfang und das Angebot an Add-Ons sehen nur 6 Prozent als entscheidendes Auswahlkriterium an.

„Angriffe mittels Malware werden weiter zunehmen", sagt Dr. Markus Schneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt. „Für Nutzer ist es sehr vernünftig, auf verschiedene Schutzmaßnahmen zu setzen. Hierbei gehören neben der Nutzung eines Antivirenprogramms und einer aktivierten Firewall auch Browser, welche vor dem Herunterladen von Malware schützen."

Über die Umfrage

Um den Einsatz von modernen Browsern gegen Gefahren aus dem Internet genauer zu betrachten, beauftragte Microsoft das Marktforschungsunternehmen TNS EMNID Ende November 2011 mit der Durchführung einer repräsentativen Umfrage zum Thema. Befragt wurden 1.047 deutsche Internetnutzer zum eigenen Schutz vor Gefahren aus dem Internet.

(ID:31598320)