Fallstudie – Bewusster Verzicht auf den Datenschutzbeauftragten

BDSG wird trotz Novellierung ignoriert

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Überschaubare Kosten für den Datenschutz

Die adäquate Umsetzung des Datenschutzgesetztes kann aber auch einfach sein, heißt es seitens ER-Secure. Das Unternehmen hat eine Software entwickelt, die die Einhaltung der gesetzlichen Datenschutznormen drastisch vereinfachen soll. Sie macht die Vor-Ort Anwesenheit eines Externen überflüssig und kostet maximal 3.000 Euro, wobei 1.500 Euro durch EU-Fördergelder finanziert werden können.

„Dies ist möglich, weil wir nur das umsetzen, was das Gesetz tatsächlich fordert. Durch die zugehörige, cloud-basierte Software sparen Unternehmen zudem viel Zeit, weil Updates weitestgehend automatisiert sind. Die Software ist weitgehend selbsterklärend und sehr leicht zu bedienen. Man benötigt maximal 15 Minuten Schulung, um alles zu verstehen“, erklärt Rautenberg.

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Hintergrundinformationen

Dennis Wegner gründete Easyfeedback im Jahr 2010 und beschäftigt heute zwei Mitarbeiter. Das Startup-Unternehmen entwickelt individuell für seine Kunden eine Feedback-Management-Software, mit der sich Umfragen zu verschiedenen Themen und Anlässen eigenständig durchführen lassen.

Herr Rene Rautenberg arbeitete seit 2005 als selbstständiger Berater und beschäftigte sich vor allem mit dem Thema Cloud. Als er 2006 sein Unternehmen gründete, vertrieb er zunächst verschiedene Sicherheitsprodukte für diesen Bereich. 2007 firmierte sein Unternehmen zur heutigen ER Secure e.K. um und begann rund ein Jahr später mit der Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten. 2009 startete er mit der Programmierung einer eigenen Software, die nun im laufenden Jahr 2013 vollständig ausgereift ist.

„Aus heutiger Sicht, ist die Umsetzung anhand der Software genau das richtige für uns gewesen“, so Wegner. „Wir konnten damit einfach und unbürokratisch die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen für den Datenschutz realisieren. Am Ende haben wir das Ganze dann von einem Sachverständigen prüfen lassen. Er hat keine Fehler gefunden und uns das Gutachten ausgestellt.“

Dies stellte sich vor allem für die Neukundenakquise als enormer Vorteil heraus. „Wir haben dadurch viele Kunden gewonnen. Oftmals wird sogar erst nach dem Datenschutz und dann erst nach der Leistung gefragt. Vorher hieß es, ‚wir würden Ihre Software gerne einsetzen, können dies aber nicht ohne geprüften Datenschutz.’ Heute ist das Thema selbstverständlich und ein gutes Argument im Neugeschäft“, so Wegner.

Über die Autorin

Julia Rummel studierte an der Universität Regensburg Germanistik, Amerikanistik und Vergleichende Kulturwissenschaften. Seit 2011 ist sie freie Redakteurin in München mit den Schwerpunkten Industrie und Informationstechnologie.

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