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Unternehmen nutzen sensible Daten für Software-Tests Best Practices zur Datenmaskierung im Software-Lifecycle-Prozess

| Redakteur: Stephan Augsten

Bei der sicheren Anwendungsentwicklung ist das umfangreiche Testen auf mögliche Bugs und Schwachstellen unabdingbar, insbesondere wenn die Software sensible Daten verarbeitet. Alle guten Absichten sind jedoch dahin, wenn hierfür echte Datensätze wie Kunden-, Mitarbeiter- oder Kreditkartendaten verwendet werden – und dies ist laut einer Studie von Micro Focus in vielen Unternehmen der Fall.

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Ganze 70 Prozent der Unternehmen nutzen für die Entwicklung und das Testing ihrer Software-Applikationen vertrauliche Daten. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Ponemon-Studie im Auftrag von Micro Focus. Für die Untersuchung wurden 1.350 Softwareentwickler und -tester aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 10 Millionen Dollar befragt.

Fast zwei Drittel der Befragten rufen diese Daten auf wöchentlicher, rund 90 Prozent auf monatlicher Basis ab. Drei Viertel gaben zudem an, dass sie Testdaten mit mehr als einem Terabyte Umfang verwenden. Sie greifen in der Softwareentwicklung also nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig und in großem Umfang auf Originaldaten zu.

Die Brisanz dieser Zahlen wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass 79 Prozent der befragten Unternehmen innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens eine Datensicherheitsverletzung zu beklagen hatten. Zu einem sorgsameren Umgang mit sensiblen Daten bei der Anwendungsentwicklung hat dies offensichtlich nicht geführt. Gerade einmal 7 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Schutz von Daten in Entwicklungs- und Testumgebungen besonders ernst genommen wird.

„Man scheint sich überhaupt nicht darüber im Klaren zu sein, dass diese Daten besonders gefährdet sind, beispielsweise durch ehemalige Mitarbeiter oder Zulieferer“, bemängelt Rainer Downar, Country Manager von Micro Focus Central Europe. Dabei könnten Datenschutzmechanismen wie die Datenmaskierung dieses Risiko effektiv ausmerzen.

Wie Datenmaskierung funktioniert und was man genau dabei beachten sollte, beschreibt Marktanalyst Gartner in einem englischen Best-Practice-Artikel zu Data Masking. Dieser in Zusammenarbeit mit Micro Focus erstellte Leitfaden kann nach Angaben zum Arbeitgeber kostenlos abgerufen werden.

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