CeBIT 2014: Datability im Unternehmen

Big Data und Datenschutz

| Autor / Redakteur: Dirk Häußermann / Peter Schmitz

Im Mittelpunkt der CeBIT 2014 steht das Thema Datability, die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen.
Im Mittelpunkt der CeBIT 2014 steht das Thema Datability, die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen. (Bild: Deutsche Messe)

Nächste Woche öffnet die CeBIT wieder Ihre Tore und „Datability“ ist 2014 das Top-Thema der Messe. Es soll den internationalen Trend Big Data aufgreifen und diesen mit nachhaltiger und verantwortungsvoller Nutzung von Daten verknüpfen. In Anbetracht der aktuellen Diskussionen ist es nicht verwunderlich, dass Datenschutz und Datensicherheit auch hier im Vordergrund stehen.

Was passiert mit meinen Daten? Und sind sie sicher? Diese Frage stellen sich Unternehmen und Kunden zu gleich. Datenschutz ist also schon lange keine Frage mehr des kann, sondern des muss. Die jüngsten Skandale haben Unternehmen und Verbraucher für den Datenschutz sensibilisiert aber auch gezeigt, dass Unternehmen auf Risiken nicht ausreichend vorbereitet sind. Unternehmen müssen ihre Prozesse prüfen und Risiken beseitigen.

„Wir rücken mit Datability die großen Chancen in den Vordergrund, die sich aus dem internationalen Trend Big Data ergeben. Big Data wird die IT-Branche und viele Anwenderindustrien im Kern verändern“, Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG.
„Wir rücken mit Datability die großen Chancen in den Vordergrund, die sich aus dem internationalen Trend Big Data ergeben. Big Data wird die IT-Branche und viele Anwenderindustrien im Kern verändern“, Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG. (Bild: Deutsche Messe)

Neben den offensichtlichen und bereits bekannten Datenschutzrisiken gibt es auch unterschätzte Angriffsflächen, über die Unternehmen empfindlich getroffen werden können. Beispielsweise sind sich Unternehmen oft nicht klar, dass beim Software-Testing immer noch überwiegend ungeschützte Unternehmensdaten genutzt werden. Bevor Geschäftsanwendungen in den Live-Betrieb gehen und tausenden von Mitarbeitern und Kunden zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden, müssen diese ausführlich geprüft werden. Damit diese Tests möglichst realistisch sind, verwenden Entwickler und Tester am liebsten echte Kundendaten und Geschäftszahlen. Dies birgt ein hohes Risiko für Missbrauch und lässt Datenschützer aufschreien.

Also Datenschutz gleich Einschränkung? Das muss nicht sein. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen ihre zahlreichen Anwendungen und Datenbanken vor betrieblichen Anwendern, Support-Teams aus der Produktion, Entwicklern und Mitarbeitern im Außendienst schützen und ihnen gleichzeitig Zugriff auf die Daten gewähren, damit diese Mitarbeiter ihre Arbeit erledigen können.

Neue Lösungen helfen Unternehmensdaten so zu nutzen, dass diese nicht ungeschützt herausgegeben werden müssen. Eine solche Lösung ist beispielsweise Software für die Maskierung von Daten. Mit dieser erfolgt die Anonymisierung sensibler Daten, die so den Schutz der Daten in Entwicklungs-, Test- und Schulungsumgebungen erhöht und auch gleichzeitig die Arbeit mit realistischen Daten ermöglicht.

Dirk Häußermann
Dirk Häußermann (Bild: Informatica)

IT-Abteilungen können somit Datenschutzbestimmungen und unternehmensweite Datenschutzvorgaben einhalten und das Risiko von Verstößen gegen Datensicherheit senken.

Datenschutz wird weiter ein heiß diskutiertes Thema bleiben und in Zukunft insbesondere in Hinblick auf Big Data noch weiter an Bedeutung zunehmen. Unternehmen müssen nachrüsten und bestehende Sicherheitslücken schließen.

Über den Autor

Dirk Häußermann ist Geschäftsführer von Informatica Deutschland.

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