Bitkom-Umfrage zu bargeldlosen Bezahlvorgängen

Biometrie als zusätzlicher Identitätsnachweis

| Redakteur: Stephan Augsten

Biometrische Verfahren wie Fingerabdruck-Scanner genießen mittlerweile eine große Akzeptanz unter den Verbrauchern.
Biometrische Verfahren wie Fingerabdruck-Scanner genießen mittlerweile eine große Akzeptanz unter den Verbrauchern. (Bild: Andrea Danti - Fotolia.com)

Jeder zweite Bundesbürger ab 14 Jahren kann sich vorstellen, bargeldlose Zahlungen per Biometrie zusätzlich abzusichern. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom. Bekannte Verfahren wie Fingerabdruck- und Iris-Scans genießen dabei das größte Vertrauen.

Passwörter können verloren gehen und geknackt werden. Eine Alternative könnte künftig die Biometrie bieten, denn viele Verbraucher über 14 Jahren stehen den entsprechenden Mechanismen mittlerweile offen gegenüber. Zumindest legt diesen Schluss eine aktuelle Studie nahe, für die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris im Auftrag des Bitkom über 1.000 Personen ab 14 Jahren befragt hat.

Im Rahmen der Biometrie werden individuelle Merkmale von Menschen vermessen, beispielsweise Iris, Fingerabdruck, Handvenen oder auch die Stimmfrequenz. Die Ergebnisse werden über einen Algorithmus in einen Datensatz umgewandelt und digital gespeichert. Dieser Datensatz dient anschließend dazu, die Identität zu prüfen.

Die Hälfte der Befragten kann sich demnach vorstellen, bargeldlose Transaktionen beispielsweise per Fingerabdruck oder Iris-Scan abzusichern. Dies entspräche hochgerechnet gut 35 Millionen Bundesbürgern, so das Ergebnis der repräsentativen Umfrage.

Obwohl sie gemeinhin nicht unbedingt als technikaffin gelten, interessieren sich besonders ältere Verbraucher für solche Verfahren. Drei Viertel der 50- bis 64-jährigen Befürworter würden den Fingerabdruck zur Kontrolle beim Bezahlen einsetzen, 61 Prozent der Personen ab 65 Jahren den Iris-Scan.

Auch in der breiten Masse genießen bekannte Verfahren die höchste Akzeptanz. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befürworter würden Zahlungen per Fingerabdruck absichern. Gut die Hälfte (54 Prozent) würde auf einen Iris-Scan setzen. Immerhin zwölf Prozent halten ihr Stimmenprofil für geeignet, jeder Neunte könnte sich eine biometrische Authentifizierung mithilfe der Herzschlagrate vorstellen.

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