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HEROes im Unternehmen unterstützen Bring Your Own Device – Identitätskrise auf mobilen Geräten

| Autor / Redakteur: Marcus Klische, Research in Motion / Stephan Augsten

Vor allem „innovative Problemlöser“ möchten laut Gartner ihre private Hardware auch in der Arbeit nutzen. Unternehmen, die den Trend hin zu Bring Your Own Device (BYOD) und Consumerization zielgerichtet unterstützen, können Kosten sparen und die Effizienz erhöhen. Doch die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit spielt dabei eine wichtige Rolle.

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( Archiv: Vogel Business Media )

„Highly Empowered and Resourceful Operatives“ oder kurz HEROes: so nennt Forrester-Analyst Ted Schadler die Gruppe der Mitarbeiter, die offen sind für neue Technik, eigene Ideen einbringen und dadurch besonderen Mehrwert für ihr Unternehmen und dessen Kunden generieren.

In der Ende Mai erschienenen Studie „How Consumerization Drives Innovation“ stellt Schadler fest: die innovativen „Helden“ nutzen für ihre Problemlösungen häufiger als andere Mitarbeiter mobile Endgeräte – und zwar mit Vorliebe ihre privaten Gadgets. In der Forrester-Studie entsprach fast ein Fünftel der Befragten dem HERO-Typ.

Anstatt nur auf die Risiken der Consumerization für die IT zu fokussieren, sollten Unternehmen die Chancen dieses Trends wahrnehmen. Mit Hilfe der technischen Alleskönner können Unternehmen im Alltag viel Neues umsetzen und anstoßen – und sich auf diesem Weg einen Wettbewerbsvorsprung erarbeiten.

Wollen Unternehmen bestmöglich von diesen produktiven Ideenfindern profitieren, sollten sie sich allerdings rechtzeitig damit auseinandersetzen, wie sie die Hardware ihrer Mitarbeiter zielgerichtet ins Firmennetzwerk einbinden können. Um das Bring-Your-Own-Device-Konzept (BYOD) sinnvoll umzusetzen, reicht es nämlich nicht aus, die Nutzung privater Geräte offiziell zu gestatten. Unternehmen müssen ein Gleichgewicht finden – zwischen Kontrolle auf der einen Seite und der Freiheit im Umgang mit den Geräten auf der anderen.

Datensicherheit und IT-Compliance

Als Ausgangspunkt des Prozesses eignet sich besonders die Klärung der rechtlichen Fragen. Neben rein vertraglichen Themen – etwa den Eigentumsverhältnissen bei dienstlich angeschaffter Software, den Verantwortlichkeiten für Wartung und Reparatur oder der Haftung bei Verlust eines mobilen Endgeräts – spielt bei BYOD nämlich der Datenschutz eine große Rolle; und spätestens dieses Thema beeinflusst auch die technische Planung.

So ist beispielsweise für die Sicherheit der geschäftlichen Daten grundsätzlich das Unternehmen verantwortlich. Diese Regelung gilt sowohl für den Übertragungsweg als auch für Informationen, die auf dem privaten Endgerät des Mitarbeiters liegen. Über lückenlose und jedem Mitarbeiter bekannte Datenschutzrichtlinien hinaus sollten deshalb Passwortschutz sowie Verschlüsselung an jedem Speicherort selbstverständlich sein.

Zusätzlich sollte der Administrator die Möglichkeit haben, das Gerät per Fernzugriff vorübergehend zu sperren, bis es wieder bei seinem Besitzer angekommen ist. Steht dagegen fest, dass ein mobiles Arbeitsmittel unwiederbringlich verloren ist, muss der Sicherheitsverantwortliche außerdem in der Lage sein, die gespeicherten Daten remote vollständig zu löschen.

Seite 2: Privates und Geschäftliches trennen

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