Kontrolle über die Nutzung privater Mobilgeräte

BYOD erfordert ein Umdenken in der IT

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Mitarbeiter wollen auf Komfort nicht verzichten

Die Einschränkungen bei Fernzugriffen gehören mittlerweile der Vergangenheit an. BYOD geschieht in einer Welt, in der alle Netzwerke in der Regel ständig in Betrieb sind. Mobilgeräte können mittels Virtualisierungs- und Fernzugriffstechnologien auf das Unternehmensserver-Image zugreifen.

Die technische Entwicklung macht es möglich, all die sperrigen Geräte, die man früher nie mit sich hätte herumtragen können, in ein einziges, handliches Gerät zu packen. So ist das persönliche Smartphone, wie es scheint, inzwischen zu einem verlängerten Arm des Individuums geworden.

Das Smartphone dient heute auch als Arbeitsgerät: Da wird in einem Augenblick ein privates E-Mail-Konto abgefragt, im nächsten auf das Unternehmensserver-Image zugegriffen, kurz vor dem Mittag eine Social-Networking-App gestartet und mittags ein gemeinsam genutzter Kalender aufgerufen.

Gerade so, wie ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz körperlich mit dem Firmeneigentum interagiert, interagiert sein eigenes, persönliches Gerät mit den Unternehmensdaten. Wie sollen IT-Abteilungen jedoch mit Mitarbeitern umgehen, die innerhalb und außerhalb des Unternehmens so untrennbar mit ihren Geräten, Anwendungen und Server-Images verbunden sind?

Kontrolle der Remote-Zugriffe essentiell

Die praktische Anwendung verdeutlicht, auf welch vielfältige Weise die Mitarbeiter ihre Mobilgeräte nutzen und wie wichtig es ist, dass die IT die Zugriffe ihrer Benutzer auf die Anwendungen der Unternehmensinfrastruktur zurückverfolgen kann. Bisher beschränkte sich die Collaborative-Technologie der Unternehmen hauptsächlich auf eine Anwendung: E-Mail.

Aber diese Ära geht ihrem Ende entgegen: An die Stelle der E-Mail, die ohnehin nie als Collaboration-Tool gedacht war und nur eine asynchrone Zusammenarbeit ermöglicht, treten zunehmend wirklich kooperative Werkzeuge (zum Beispiel Google Docs) und neue Kommunikationstools (etwa Textnachrichten).

Ihre Popularität ist nicht zuletzt auf ihre Unempfänglichkeit für Spam zurückzuführen. Mitarbeiter lieben diese Tools, und ohne eine Erweiterung des Angebots an Collaboration-Anwendungen (inklusive Gerätemanagement), werden sich die hier beschriebenen Probleme nicht wirklich lösen lassen.

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