Nestflucht: Storage as a Service Angebote als Alternative zur lokalen Datensicherung

Cloud-basierte Disaster Recovery Modelle gewinnen an Reife

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Vorteile von Disaster Recovery as a Service

Hier kommt Disaster Recovery as a Service ins Spiel. Auch bei DRaaS-Angeboten werden die Daten in der Cloud gesichert, aber eben nicht nur die Daten: DRaaS sichert darüber hinaus den gesamten zu den Daten gehörenden Workload – also Betriebsystem, Middleware und die Anwendungssoftware. Somit steht bei DRaaS ein Abbild des lokalen Workloads oder anders gesagt der lokalen Umgebung jederzeit zur Verfügung – im Normalfall ist diese Umgebung lediglich nicht „online“.

Der Vorteil kommt im Katastrophenfall zum tragen: fällt die lokale Infrastruktur in größerem Umfang aus und kann kurzfristig nicht wieder hergestellt werden, wird das Abbild in der Cloud aktiviert und übernimmt vorübergehend den Betrieb. Die Geschäftsprozesse laufen jetzt in der Cloud, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter sind nicht betroffen. Die Geschäftskontinuität ist somit sichergestellt, während dem Unternehmen Zeit bleibt die lokale Produktionsumgebung wieder funktionsfähig zu bekommen.

Nur noch wenige Unternehmen können sich einen Ausfall Ihrer IT-Umgebung über mehrere Stunden leisten, gleichzeitig haben jedoch nur ein kleiner Teil der Unternehmen für genau diesen Fall vorgesorgt. DRaaS hat das Potenzial diesen Missstand zu beheben, ermöglicht es doch Disaster Recovery für den Bruchteil der Kosten eines Ausfallrechenzentrums.

Die gegenwärtig am Markt verfügbaren DRaaS Angebote lassen allerdings in einigen Bereichen noch wünschenswerte Funktionen vermissen. Mit dem schnell ansteigenden Interesse an DRaaS ist jedoch davon auszugehen, dass der Markt und die Lösungen im Jahr 2012 deshalb an Reife gewinnen werden. Eine gute Aussicht für Deutschlands Unternehmen, denen DRaaS eine signifikante Reduktion der IT- und damit Geschäftsrisiken ermöglicht.

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