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Cloud-Dienste im Behördenumfeld

Cloud ja, aber sicher!

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Was bedeutet das für Behörden aus Deutschland?

Rainer Lohmann, Head of Sales Engineering für Deutschland und Österreich bei Interoute Germany
Rainer Lohmann, Head of Sales Engineering für Deutschland und Österreich bei Interoute Germany
(Bild: Interoute)

Lohmann: Interoute bietet nicht nur Cloud-Dienste von acht Rechenzentren in Europa aus, sondern betreibt auch ein 60.000 Kilometer umfassendes Glasfasernetzwerk, das sich über weite Teile Europas erstreckt. In dieses Netzwerk haben wir unsere virtuellen Rechenzentren integriert, gekoppelt an die physischen Standorte, beispielsweise in Kleinmachnow bei Berlin.

Dieses Netzwerk ist unabhängig vom Internet, auch wenn wir über einen Teil davon Daten des europäischen Internet transportieren. Das Netzwerk ist vielfach gesichert und nach außen hin abgeschottet. So können wir höchstmögliche Sicherheit gewährleisten. Behörden können damit Projekte realisieren und Daten austauschen, die aus dem Internet nicht erreichbar sind.

Worauf sollten Behörden denn weiterhin achten, wenn sie Daten an Cloud-Anbieter auslagern?

Lohmann: Wir empfehlen Behörden generell, für die Verarbeitung von sensiblen Daten nur das Private-Cloud-Modell zu nutzen und darauf zu achten, dass sie nur europäische Anbieter auswählen. Die Public Cloud ist, weil sie die Infrastruktur des Internets nutzt, potenziell anfälliger. Das ist unseres Erachtens ein Ausschlussgrund für Behörden. Europäische Anbieter sind nicht dem US-amerikanischen Patriot Act unterworfen, sprich sie können nicht gezwungen werden, Daten herauszugeben.

Welchen Bereichen der Öffentlichen Verwaltung können Sie denn die Nutzung der Cloud empfehlen?

Lohmann: Vorsicht, wie gesagt, Cloud ist nicht gleich Cloud. Differenzieren ist wichtig. Öffentlich verfügbare Informationen können durchaus in Public-Cloud-Infrastrukturen gelagert werden. Das kann sich um Sprechzeiten von Ämtern, wie die des Einwohnermeldeamtes oder der Zulassungsstelle oder auch Veranstaltungsübersichten des Kulturreferates handeln. Das kann im Grunde jegliche Art von Informationen sein, die nicht personenbezogen ist. Sensible Daten gehören in die Private Cloud. Durch das Auslagern in die Cloud gewinnt die Verwaltung in jedem Fall an Flexibilität und verringert Kosten bei gleichzeitiger Wahrung der Datensicherheit. Letzten Endes sollten Verwaltungen, ob kommunale, Landes- oder Bundesbehörden, immer bestrebt sein, Cloud-Techniken unter der Maßgabe des Datenschutzes und der Datensicherheit einzusetzen, um die Verwaltung weiter zu modernisieren und eGovernment-Initiativen voranzutreiben.

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