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Mögliche Datenrettung selten im Fokus Cloud-Storage-Nutzer vertrauen blind

| Redakteur: Katrin Hofmann

Cloud-Umgebungen sind einer Kroll-Ontrack-Studie zufolge bis jetzt durchaus sicher. Datenverluste gab es bisher kaum. Dennoch: Mit dem Fall der Fälle beschäftigen sich nur wenige Unternehmen.

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Mancher Kunde fühlt sich vielleicht etwas zu sicher.
Mancher Kunde fühlt sich vielleicht etwas zu sicher.
(© frank peters - Fotolia.com)

Die gute Nachricht: Lediglich drei Prozent der rund um den Globus vom Datenrettungs-Spezialist Kroll Ontrack befragten 367 IT-Spezialisten haben schon einmal in der Cloud einen Datenverlust erlebt. Einer vermeintlich geringen Nutzung von Cloud-Storage-Lösungen ist dies allerdings nicht geschuldet, denn 62 Prozent der befragten Firmen gaben an, Cloud-Speicherlösungen zu verwenden. In zehn Prozent der Unternehmen werden schon heute 75 bis 100 Prozent der Daten in Public-, Private- oder Hybrid-Clouds verwaltet, in 30 Prozent der Betriebe 25 bis 74 Prozent.

Festplatten versagen eher

Weitaus mehr Datenverluste als in Cloud-Umgebungen geschehen bei der Nutzung klassischer Speichermedien. 55 Prozent der Befragten haben dort „schon einmal“ einen Verlust erlitten, in virtuellen Umgebungen 26 Prozent. Berücksichtigt werden muss jedoch, dass diese Formen der Speicherung schon deutlich länger als Cloud Storage genutzt werden, so dass abzuwarten bleibt, was die Cloud-Anwender in ein paar Jahren sagen. Dennoch: Bis jetzt gehen laut Studie in der Cloud kaum Daten verloren.

Die schlechte Nachricht: Für den Fall der Fälle sind die wenigsten Betriebe gewappnet. Einen Datenrettungsplan mit Richtlinien zum Datenschutz im Notfall hat lediglich ein Drittel der Unternehmen weltweit.

IT-Abteilungen sollen es richten

Generell vertrauen die meisten Befragten ihrem eigenen Unternehmen, dass dieses im Falle eines Datenverlustes erfolgreich Daten aus der Cloud wiederherstellen könnte. Kroll Ontrack geht aber davon aus, dass diese Annahme zu optimistisch ist: „Da IT-Abteilungen oft mit stark eingeschränkten Ressourcen auskommen müssen, haben sie meist nicht genug Mitarbeiter mit ausreichendem Fachwissen, um Daten ohne die Hilfe externer Dienstleister selbst wiederherzustellen.“

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