Sicherheit durch Modularität Code aus dem Baukasten

Autor / Redakteur: Dr. Daniel Werner / Peter Schmitz

Die Datenleaks in verschiedenen Corona-Teststationen haben offen gelegt, welche enormen Sicherheitslücken bestehen können, wenn bei der Software-Entwicklung nicht auf sichere Programmierung wert gelegt wird – sondern nur auf Schnelligkeit.

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Ein schneller und dennoch passgenauer Weg zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen bietet die “Baukasten-Programmierung”.
Ein schneller und dennoch passgenauer Weg zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen bietet die “Baukasten-Programmierung”.
(© ra2 studio - stock.adobe.com)

Je schneller entwickelt wird, desto stiefmütterlich wird die Integration von Sicherheit behandelt und die Auswirkungen davon sind sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer täglich spürbar. Ganz gleich, ob es sich um Datensicherheit, um die Reduzierung von Betriebskosten oder um das Nutzererlebnis geht – die Kosten, die mit mangelnder Sicherheit aufkommen, steigen exponentiell. Deshalb sollte die Programmierung von sicherer Software höchste Priorität haben, auch wenn es um Schnelligkeit geht.

Baukastenprogrammierung inklusive integrierter Sicherheitsstandards

Welche hohen Sicherheitsstandards und Qualität bei der sicheren Software-Entwicklung notwendig sind, um Vertrauen und Zuverlässigkeit zu erzeugen, wurde auch bei unserem SaaS-Produkt “Probatix” deutlich. Die Softwarelösung wurde explizit für Corona-Testcenter entwickelt. Insgesamt wurden mehrere hundert Testcenter – betrieben von Städten, Hilfsorganisationen oder privaten Anbietern – mit der Software ausgestattet, und das oftmals innerhalb weniger Tage. Möglich war das durch eine stabile Baukasten-Programmierung mit hoher Datensicherheit auf Basis unserer Plattform LEAP.one.

Was die Sicherheit betrifft, sollte darauf geachtet werden eine eingebettete Lösung zu wählen, die auf dem Konzept der Modularität, der proaktiven Sicherheit, der Vertrauenswürdigkeit und der Anpassungsfähigkeit basiert.Vor allem für mittelständische Unternehmen und Behörden, die verstärkt auf digitale Lösungen und Geschäftsmodelle setzen wollen, sind diese Anforderungen entscheidend, da sie das Risiko technischer Innovation erheblich verringern. Dabei steht neben der reinen technischen Sicherheit auch der verantwortungsvolle Umgang mit den anfallenden Daten im Vordergrund. Server von deutschen Anbietern oder unterschiedliche Datenschutzansprüche der Länder oder Unternehmen, 100 Prozent DSGVO-Konformität und das Need-to-Know-Prinzip sind hier entscheidende Merkmale. Doch wie lassen sich diese Elemente universell auf jegliche Projekte oder Fragestellungen, digitale Lösungen von KMUs oder Behörden übertragen und anwenden?

Die Zukunft der modularen Programmierung

Damit Anwendungen zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen den unternehmens­spezifischen Ablauf optimal unterstützen, sind individuelle Anpassungen an Gegebenheiten ein großes Plus. Die Implementierung von digitalen Geschäftsmodellen hilft KMUs, sich anzupassen und dem Prinzip der kontinuierlichen Weiterentwicklung zu folgen. Mit Standard-Unternehmenssoftware ist das meist nicht zu erreichen.

Ein schneller und dennoch passgenauer Weg zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen bietet die “Baukasten-Programmierung”. Baukasten-Programmierung bedeutet, dass ein Produkt auf Basis von bereits bestehenden “vorgefertigten” Elementen, die bereits alle zentralen Kernfunktionen abdecken, entwickelt wird. Damit ist es effizient und unkompliziert einzusetzen und gleichzeitig strukturiert ohne zu starr zu sein, denn individuelle Anpassungen sind, wenn nötig, machbar. Ein weiterer Pluspunkt: Standardfunktionen müssen dabei nicht von Grund auf neu entwickelt werden, sondern werden von dem Baukasten anhand von Schnittstellen und Code-Fragmenten bereitgestellt. Gerade in Hinblick auf die Abdeckung von Sicherheitsstandards ist dies eine verlässliche Vorgehensweise. Somit liegen in der Baukasten-Programmierung viele Chancen für KMUs um die vielfältigen Herausforderungen bei der Entwicklung von digitalen Lösungen zu meistern.

Über den Autor: Dr. Daniel Werner ist Gründer und Geschäftsführer der Venture Leap GmbH. Venture Leap ist spezialisiert auf den Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen für mittelständische Unternehmen auf Basis ihrer dafür entwickelten Plattform LEAP.one.

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