Wirtschaft sensibler beim Datenschutz



  • PRISM-Skandal zeigt Wirkung
    Wirtschaft sensibler beim Datenschutz

    Seit den PRISM- und Nachfolge-Skandalen ist die Sensibilität der deutschen Wirtschaft in puncto Datenschutz angestiegen. Diese Erkenntnis ist der Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2016“ zu entnehmen, die die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) vorgestellt hat.

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  • Aber auf Windows 10 updaten … dass MS früher oder später eine Backdoor einbauen muss, sollte jedem IT-Entscheider klar sein. Und da man keine Updates von Windows 10 ausschließen kann, wird früher oder später der Zugriff auf deutsche Daten stattfinden. Forschung & Entwicklung und Windows 10 - das passt einfach nicht.



  • dass MS früher oder später eine Backdoor einbauen muss, sollte jedem IT-Entscheider klar sein.

    Sorry, aber das ist absoluter Aluhut-Unsinn!
    Einmal abgesehen davon, dass es für die US-Geheimdienste schon jetzt ausreichend Möglichkeiten gibt, um Ziele auszuspähen, macht Ihre Argumentation auf diversen Ebenen überhaupt keinen Sinn.

    1. Microsoft hat in diversen Fällen schon bewiesen, dass sie bereit sind gerichtlich gegen Begehrlichkeiten der US-Regierung vorzugehen, so einfach bekommt man die also nicht zu einer Hintertür.

    2. selbst WENN MS eine Hintertür einbauen müsste, würden sie das sicher nicht mit einem für den Anwender identifizierbaren Update tun (das man also blockierne könnte), sondern versteckt in einem oder mehreren legitimen Sicherheitsupdates. Damit bestreht kein logischer Unterschied zu irgend einer anderen Windows-Version. Außer Sie mißtrauen natürlich kategorisch Windows.

    3. Wenn Sie also zur Nur-Linux-ist-ein-sicheres-System-Fraktion gehören: Sie prüfen wirklich jede Codezeile Ihres Linux-Systems selbst auf Hintertüren bevor Sie es installieren? Wenn nicht haben Sie nicht mehr Schutz als bei einem angeblich unsicheren Windows 10, Sie müssen den Entwicklern vertrauen dass der Code korrekt ist. Wenn man jetzt bedenkt, wieviele, teils gravierende Sicherheitslücken sogar in Basis-Bestandteilen wie glibc, Bash oder OpenSSL enthalten waren, dann scheint es nicht allzu viele Entwickler zu geben, die auch nur die wichtigen Teile eines Systems auf Sicherheit hin unter die Lupe nehmen. Für einen Geheimdienst heißt das aber, dass es überhaupt kein Problem darstellt, eine Hintertür auch in Linux einzuschleusen, wenn sie das wollten.

    Also tief durchatmen und entspannt den eigenen Windows-Rechner auf Windows 10 aktualisieren, einen aktuellen Virenschutz und vernünftige Verschlüsselung für die wichtigen Daten verwenden und wann immer man nicht im eigenen Netz ist nur mit VPN surfen, schon sind auch Firmengeheimnisse auf Entwicklungsrechnern einigermaßen sicher.


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