Was ist ein Keylogger?



  • Beim Keylogger handelt es sich um eine Software oder eine Hardware, die in der Lage ist, die Tastatureingaben eines Users auf einem Rechner zu protokollieren. Mit einem solchen Logger ist es möglich, an vertrauliche Daten zu gelangen oder Passwörter auszuspähen.

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  • Hallo, sehr interessanter Artikel, eine Frage habe ich dazu:Ich bin Architekt und führe ein kleines Büro mit mehreren angestellten Architekten. In der Branche habe ich oft das Problem, dass Architekten gern mal private Aufträge während der Arbeitszeit bearbeiten.Ich habe verstanden, dass die mit einem Keylogger gewonnenen Informationen rechtlich nicht verwertet werden können. Das BAG Urteil vom 27. Juli 2017 – 2 AZR 681/16 sagt das.Trotzdem finde ich den Einsatz sehr praktisch, weil man als Arbeitgeber zumindest die Info erhält, wer nebenher privat während der Arbeitszeit was macht. Ich muss ja die Info nicht als Begründung für eine Kündigung nennen, doch die Infos helfen beim weiteren Vorgehen.Daher meine Frage: Mache ich mich als Arbeitgeber denn strafbar, wenn ich ein solches Programm einsetze? Oder muss ich ggf mit Schadenersatzansprüchen rechnen? Ich weiß die Frage ist theoretisch, da solche Programme ja heimlich laufen und nicht durch den Mitarbeiter zu entdecken sind. Trotzdem finde ich es wichtig zu wissen.Hintergrund der Frage ist auch die Tatsache, dass solche Überwachungsprogramme an sich nicht verboten sind und auf Plattformen wie Chip heruntergeladen werden können. Ich selbst benutze bei Gelegenheit den Wolfeye Keylogger, der bei Chip.de frei heruntergeladen werden kann.Ich bedanke mich für den sehr guten Artikel!Beste GrüßeTiez



  • Hallo Herr Tiez,eine Rechtsberatung kann ich Ihnen hier natürlich nicht geben, aber eine anlasslose Mitarbeiterüberwachungen ohne konkreten, dokumentierten Bezug zu einer Straftat, im Sinne eines Generalverdachts gegen Beschäftigte dürfte nach meiner Einschätzung nicht zulässig sein.Inwieweit Sie durch eine illegale Überwachung schadensersatzpflichtig werden können vermag ich nicht zu sagen. Ich empfehle Ihnen hier auf jeden Fall vorab ein Gespräch mit einem Anwalt zu suchen. Wichtig zu beachten ist, dass die Keylogger-Programme selbst zwar nicht verboten sind, ihr Einsatz zur Mitarbeiterüberwachung kann das aber durchaus sein.Persönlich bin ich allerdings der Meinung, dass eine so weitgehende Überwachung der Mitarbeiter nicht nur rechtswidrig ist, sondern auch das Vertrausnsverhältnis zwischen AG und AN komplett zerstört.Für die Datenschutzrechtglichen Aspekte der Arbeitnehmerüberwachung empfehle ich Ihnen einen Blick in folgenden Beitrag: https://www.security-insider.de/was-arbeitgeber-wissen-duerfen-und-was-nicht-a-662624/



  • Klingt ziemlich interessant. Ich hätte nie gedacht, dass es solche Anwendungen gibt.


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