Mit dem vernetzen Auto auf dem Weg zum Smart Planet

Connected Cars – vernetzt, aber auch sicher?

| Redakteur: Stephan Augsten

Kommunikation auf allen Ebenen

Bei einem „ganz normalen“ Auto gibt es beispielsweise den Hersteller, den Händler, die Werkstatt, die Versicherung, die Leasing-Gesellschaft, den Fahrer, die Beifahrer, den Besitzer und die Polizei, um nur die wichtigsten Gruppen zu nennen. Wenn man dann einen Blick „in das Auto“ wirft, dann gibt es noch viel mehr „Kommunikationspartner“.

Auf technischer Ebene müssen schließlich viele unterschiedliche Komponenten wie das Getriebe, die Fahrzeugsteuerung, der Motor und viele andere zusammenarbeiten müssen. Keine dieser Komponenten darf dabei aber gehackt werden. Und nicht alle Informationen dürfen beliebig an andere Komponenten oder Kommunikationspartner gehen.

Ganz im Gegenteil: Schon das Zusammenspiel zwischen Händlern, Herstellern und häufig genug auch noch lokalen Vertriebsgesellschaften ist in vielen Fällen sehr diffizil. Und auch der Polizei will nicht jeder beliebig Zugriff auf alle Daten geben. An dieser Stelle empfiehlt sich eine differenzierte Steuerung des Zugriffs auf die Informationen. Die bisher überwiegend zu beobachtenden Ansätze, das mit Hilfe einer PKI (Public Key Infrastructure) und digitalen Zertifikaten zu lösen, werden nicht ausreichen.

Berechtigungskonzept für Datenweitergabe

Was es braucht sind Möglichkeiten, dass verschiedene Teilnehmer granular steuern können, wer auf welche Informationen zugreifen darf, bis hin zum Konzept der „minimal disclosure“ – also der minimalen Weitergabe von Informationen. Ebenso wichtig sind ebenso einfach nutzbare wie sichere Schnittstellen, über die auf Informationen zugegriffen werden kann.

Dafür gibt es Lösungsansätze. Das Konzept der Life Management-Plattformen, mit denen Individuen ihre persönlichen Daten sicher speichern und gezielt gemeinsam mit anderen Parteien nutzen können, ist ein solches Element. Für ein gleichermaßen funktionsfähiges wie sicheres vernetztes Fahrzeug sind solche Plattformen für die Eigner, die Fahrer und andere Beteiligte unverzichtbar.

Das zweite Kernelement ist die Kombination aus offenen APIs (Application Programming Interfaces), also den Schnittstellen, auf die man zugreifen kann, und von Identity Federation zur Absicherung derselben. Das Konzept ist heute als „API Economy“ beschrieben.

Wichtig ist, dass die beteiligten Anbieter von vernetzten Fahrzeugen und ganz generell von Komponenten der kritischen Infrastrukturen und des „Smart Planet“ von Beginn an intensiv über das Thema Sicherheit nachdenken und dabei zu den richtigen Antworten kommen. Life Management-Plattformen und die API Economy werden dabei eine zentrale Rolle einnehmen.

Auf der EIC 2013 (European Identity and Cloud Conference) in München werden diese Themen intensiv behandelt – auch mit konkretem Bezug auf das Automobil im Rahmen des „Automotive Round Table“ am Donnerstag, 16. Mai 2013.

Über den Autor

Martin Kuppinger ist Gründer des Analystenunternehmens Kuppinger Cole, das sich mit digitalen Identitäten, Identity und Access Management, GRC (Governance, Risk Management, Compliance) und Cloud Computing beschäftigt.

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