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Cryptography | Kryptografie

| Redakteur: Gerald Viola

Kryptografie ist die Wissenschaft der Informationssicherheit. Das Wort stammt vom griechischen „kryptos“, was „versteckt“ bedeutet. Die Kryptografie ist eng mit den Disziplinen der

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Kryptografie ist die Wissenschaft der Informationssicherheit. Das Wort stammt vom griechischen „kryptos“, was „versteckt“ bedeutet. Die Kryptografie ist eng mit den Disziplinen der Kryptologie und der Kryptoanalyse verwandt. Die Kryptografie umfasst Techniken wie Mikrodots, die Verschmelzung von Wörtern mit Bildern und sonstigen Methoden zum Verstecken von Informationen während der Aufbewahrung oder des Transports. In der heutigen Computer-zentrischen Welt wird die Kryptografie am häufigsten mit der Konvertierung von Klartext (normalem Text) in Chiffretext (dieser Prozess wird Verschlüsselung genannt) und wieder zurück (dieser Prozess wird Entschlüsselung genannt) in Verbindung gebracht. Menschen, die diese Disziplin ausüben, werden Kryptografen genannt.

Die moderne Kryptografie befasst sich mit den folgenden vier Zielen:

1) Vertraulichkeit (die Informationen kann von niemandem verstanden werden, für den sie nicht bestimmt war)

2) Integrität (die Informationen kann während der Aufbewahrung oder auf dem Übertragungsweg zwischen dem Absender und dem vorgesehenen Empfänger nicht unbemerkt verändert werden)

3) Nichtwiderlegbarkeit (der Ersteller/Absender der Informationen kann später nicht mehr seine Absicht verleugnen, die Informationen zu erstellen oder zu übertragen)

4) Authentifizierung (der Absender und der Empfänger können die Identität des jeweils anderen sowie den Ursprung und das Ziel der Informationen bestätigen)

Prozeduren und Protokolle, die alle oder einen Teil der obigen Kriterien erfüllen, werden Kryptosysteme genannt. Oft meint man, dass sich Kryptosysteme nur auf mathematische Prozeduren und Computerprogramme beziehen, allerdings beziehen sich ebenfalls auf das menschliche Verhaltens beispielsweise auf die Wahl eines schwer zu erratenden Passworts, das Abmelden, wenn man ein System nicht mehr benutzt und darauf, dass man sensible Prozeduren nicht mit Außenstehenden bespricht.

Der Ursprung der Kryptografie wird in der Regel auf etwa 2000 BC datiert, mit der ägyptischen Praxis der Hieroglyphen. Sie umfassten komplexe Piktogramme, deren vollständige Bedeutung nur einer kleinen Elite bekannt war. Die erste Verwendung einer modernen Chiffre wird Julius Caesar (100 BC bis 44 BC) zugeschrieben, der seinen Boten in der Kommunikation mit seinen Gouverneuren und Offizieren nicht vertraute. Aus diesem Grund dachte er sich ein System aus, in dem jedes Zeichen der Nachricht durch ein Zeichen ersetzt wurde, das drei Stellen später im römischen Alphabet steht.

In letzter Zeit hat sich die Kryptografie in ein Schlachtfeld für die besten Mathematiker und Computerwissenschaftler der Welt entwickelt. Die Fähigkeit, sensible Informationen sicher aufzubewahren und zu transportieren, hat sich als kritischen Erfolgsfaktor in der Kriegsführung und im Geschäft erwiesen.

Weil Regierungen vermeiden wollen, dass bestimmte Entitäten im In- und Ausland über Empfangs- und Sendemethoden für versteckte Informationen verfügen, die unter Umständen eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen, wurden für die Kryptografie in vielen Ländern Beschränkungen eingeführt – von Beschränkungen über die Nutzung und den Export der Software, bis hin zur öffentlichen Verbreitung mathematischer Konzepte, die für die Entwicklung von Kryptosystemen verwendet werden können. Allerdings hat das Internet die Verbreitung von mächtigen Programmen - und was noch wichtiger ist, der zugrunde legenden Techniken der Kryptografie – ermöglicht, sodass heutzutage viele der fortschrittlichsten Kryptosysteme öffentlich zugänglich sind.

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