Kaspersky-Malware-Report Q3-2015

Cyberangriffe aus Deutschland

| Redakteur: Peter Schmitz

Im dritten Quartal 2015 entdeckte das Kaspersky-Team 2.516 mobile Bank-Trojaner, das sind vier Mal mehr als im vorangegangenen Quartal. Die meisten Opfer leben in Russland, Rumänien, Ukraine, USA, Australien und Deutschland.
Im dritten Quartal 2015 entdeckte das Kaspersky-Team 2.516 mobile Bank-Trojaner, das sind vier Mal mehr als im vorangegangenen Quartal. Die meisten Opfer leben in Russland, Rumänien, Ukraine, USA, Australien und Deutschland. (Bild: Kaspersky Lab)

Deutsche Nutzer und in Deutschland gehostete Webserver sind bei Cyberkriminellen sehr beliebt. Jeder zehnte weltweit durchgeführte Cyberangriff erfolgte über in Deutschland beherbergte Server. Cyberkriminelle haben es dabei vor allem auf Nutzer von Online-Banking-Diensten und mobilen Geräten abgesehen.

Zwischen Juli und September dieses Jahres wurde jeder fünfte (20,21 Prozent) deutsche Kaspersky-Nutzer über das Internet attackiert. Zudem wurde jeder zehnte (10,06 Prozent) weltweit durchgeführte Cyberangriff über in Deutschland beherbergte Webserver durchgeführt. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Kaspersky-Report über die Entwicklung der IT-Bedrohungen im dritten Quartal hervor.

Im dritten Quartal 2015 machte Kaspersky Lab weltweit 323.374 neue mobile Schädlinge ausfindig, was einem 10,8-prozentigen Zuwachs im Vergleich zum zweiten und einer Verdreifachung in Relation zum ersten Quartal 2015 entspricht.

Cyberkriminelle verdienen mit mobilen Schadprogrammen am meisten Geld, indem sie Anzeigen auf den Geräten einblenden lassen. Bei diesen so genannten Adware-Programmen handelt es sich um mobile Trojaner, die ebenfalls im Untersuchungszeitraum anstiegen und inzwischen mehr als die Hälfte populärerer mobiler Schadprogramme ausmachen. Das perfide dabei: Werbetrojaner rooten oftmals das Gerät der Opfer und nutzen anschließend höher privilegierte Nutzerrechte, was es sehr schwierig macht, sie zu bekämpfen.

Finanzschädlingssituation weltweit verschärft sich

Weltweit blockierten die Lösungen von Kaspersky Lab im dritten Quartal 2015 in fast 626,000 Fällen die Ausführung von Malware, die in der Lage ist, über den Online-Banking-Zugang der Opfer Geld zu stehlen. Zudem identifizierte Kaspersky Lab 5,68 Millionen Infektionsversuche von Schädlingen, die Accounts von Online-Banking Kunden attackieren.

„Im dritten Quartal konnten wir die Dynamik bei der Entwicklung der Cyberbedrohungslandschaft sehen“, so Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. „Es gibt immer mehr gefährliche mobile Schadprogramme. Vor allem in Ländern, in denen Online-Banking sehr beliebt ist, machen Banktrojaner den Nutzern zu schaffen. Mit 5,68 Millionen Infizierungsversuchen von Bankschädlingen und der ständigen Weiterentwicklung von Cyberattacken, ist sowohl für Heimanwender als auch für Unternehmen der Einsatz qualitativ hochwertiger Sicherheitsprodukte unerlässlich.“

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