Fraunhofer IOSB entwickelt Hardware für sicheren Datenaustausch

CyphWay verschlüsselt Dateien und Kommunikation

| Redakteur: Stephan Augsten

Als Zusatz-Hardware soll CyphWay einen sicheren Datenaustausch ermöglichen.
Als Zusatz-Hardware soll CyphWay einen sicheren Datenaustausch ermöglichen. (Bild: Fraunhofer IOSB)

Dateien lassen sich oft komfortabel auf andere Geräte oder in die Cloud übertragen, für viele Firmen und insbesondere für Behörden kommen Software- und App-basierte Lösungen aber nicht in Frage. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) hat mit CyphWay ein spezielles Verschlüsselungs- und Übertragungsgerät entwickelt.

Android-Geräte ermöglichen eine benutzerfreundliche und problemlose Dateiübertragung und -synchronisation. Manch ein geschäftlicher Nutzer kann diese komfortablen Funktionen aufgrund strenger Firmenrichtlinien aber gar nicht nutzen – und erst recht gilt dies für Behörden.

Wenn beispielsweise ein Polizist mit dem Handy ein Foto vom Tatort schießt, so darf er die Datei nicht mit gängiger Kommunikationstechnik an seinen Kollegen senden. Ein unberechtigter Zugriff auf die Daten muss ausgeschlossen sein. Die Experten für sichere Kommunikationsarchitekturen des Fraunhofer IOSB arbeiten deshalb an einer hochsicheren, plattformübergreifenden Kommunikationslösung.

Die sichere Datenübertragung wird mithilfe von „Cyphway“ ermöglicht. Die Sicherheitsfunktionen auf dem portablen Extragerät sind modular aufgebaut, wie Projektleiter Dr. Andreas Jakoby vom Fraunhofer IOSB unterstreicht: „Dies ermöglicht eine einfache Anpassung des Sicherheitssystems für unterschiedliche Einsatzszenarien.“

Eines der Module ist auf die Ver- und Entschlüsselung der Daten spezialisiert, ein weiteres sorgt für die sichere Verbindung zwischen dem Extragerät und der genutzten Kommunikationshardware. CyphWay erlaubt eine Koppelung mit stationärer Hardware wie einem PC oder Server ebenso, wie die drahtlose Verbindung zu einem Tablet oder Smartphone.

Wird eine Datei verschickt, dann wird sie zuerst an das Extragerät übertragen, dort verschlüsselt und als geschützte Datei weitergeleitet. „Im Falle, dass sie dabei in falsche Hände gerät, sind die übertragenen Informationen nicht lesbar und für den Datendieb nutzlos“, erläutert Jakoby. Beim Empfänger der geschützten Information wird die Datei ebenfalls im CyphWay-Sicherheitsmodul verarbeitet und kann anschließend geöffnet werden.

Die kryptographischen Funktionen lassen sich aber nicht nur für die verschlüsselte Datenübertragung nutzen, sondern auch für mobile Zugriffe oder abhörsichere Telefonkonferenzen. Als Übertragungs- und Kommunikationskanäle können je nach Bedarf Bluetooth oder WLAN-Verbindungen dienen.

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