Studie von Trend Micro

Das Bewusstsein für IoT-Sicherheit fehlt

| Autor: Sarah Böttcher

Nicht nur fehlende Lösungen erhöhen das Sicherheitsrisiko. Auch das fehlende Bewusstsein für Sicherheit kann im Unternehmen zu Cyberangriffen führen.
Nicht nur fehlende Lösungen erhöhen das Sicherheitsrisiko. Auch das fehlende Bewusstsein für Sicherheit kann im Unternehmen zu Cyberangriffen führen. (Bild: Pixabay)

Aktuell existieren deutliche Schwächen im Bereich der IoT-Sicherheit – und zwar weltweit. Zu diesem Ergebnis ist eine vom Security-Hersteller Trend Micro beauftragte Studie gekommen. So sind 86 Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass vor allem das Bewusstsein für IoT-Bedrohungen in ihrem Unternehmen verbessert werden sollte.

Durch die steigende Vernetzung, die das Internet of Things (IoT) mit sich bringt, steigt auch der Bedarf an passenden Sicherheitslösungen. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne im Auftrag von Trend Micro hat nun herausgefunden, dass vor allem das Bewusstsein für IoT-Sicherheit weltweit fehlt. Deutsche Studienteilnehmer sind dabei besonders kritisch: Von ihnen sehen dies sogar 91 Prozent. Und ganze 47 Prozent beklagen, dass Security bei IoT-Projekten oftmals vernachlässigt wird. Dieser Mangel an Wissen sowie die anscheinend fehlende Bereitschaft sich Wissen zum Thema Sicherheit anzueignen, kombiniert mit zunehmenden Bedrohungen und Herausforderungen bei der Absicherung von vernetzten Geräten, stellt ein großes Risiko für Unternehmen dar.

Die Studienergebnisse von Trend Micro zeigen auf, dass der Mangel an Bewusstsein für IoT-Sicherheit erheblich ist.
Die Studienergebnisse von Trend Micro zeigen auf, dass der Mangel an Bewusstsein für IoT-Sicherheit erheblich ist. (Bild: Trend Micro)

„Viele Cyberangriffe sind nur deshalb erfolgreich, weil es den Opfern an Bewusstsein für Sicherheit mangelt. Im IoT-Bereich ist dies besonders deutlich zu beobachten“, analysiert Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. „Es freut mich, dass viele IT-Entscheider erkennen, dass sie dieses Bewusstsein in ihren Unternehmen steigern müssen.“

Die Wahl der Sicherheitslösung

Nur 14 Prozent der befragten IT- und Sicherheitsentscheider sind sich sicher, dass in ihren Unternehmen ein vollständiges Bewusstsein für IoT-Bedrohungen vorhanden ist. 37 Prozent der Befragten räumen ein, nicht immer ihre Security-Bedürfnisse definieren zu können, bevor sie IoT-Lösungen implementieren.

Über die Hälfte der Befragten gibt an, bei der Wahl einer IT-Sicherheitslösung bestimmte Funktionalitäten zu priorisieren um sich bestmöglich zu schützen. Die gefragtesten Funktionen für den Schutz von IoT-Geräten sind das Monitoring von Verhaltensanomalien und Schwachstellenmanagement. In Deutschland wird zudem überdurchschnittlich oft Virtual Shielding genannt (43 %).

Die beliebtesten IoT-Angriffsziele

Das mangelnde Sicherheitsbewusstsein setzt Unternehmen zunehmend potenziell schädlichen Cyberangriffen aus. Laut der Trend-Micro-Umfrage richten sich solche Angriffe aktuell vor allem gegen vernetzte Büro-Geräte (59 %), gefolgt von Produktionsanlagen und Systemen in der Lieferkette. Sollte es Angreifern gelingen, diese Geräte zu kompromittieren, besteht die Möglichkeit, dass sie von dort aus ins Unternehmensnetzwerk gelangen und dort noch weitaus größeren Schaden verursachen.

Die verantwortlichen Entscheidungsträger sollten Schneider zufolge „die Herausforderungen ihrer Unternehmen bei der IoT-Sicherheit anerkennen, ihren Sicherheitsbedarf analysieren und entsprechend investieren, um das gewünschte Sicherheitsniveau zu erreichen.“

Zur Studie

Die Ergebnisse basieren auf einer Studie, die von Trend Micro in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt hat. Zwischen dem 1. April und dem 25. Mai 2018 wurden 1.150 Online-Interviews mit Entscheidern im Bereich IT und IT-Sicherheit durchgeführt. Die Befragten arbeiten für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in fünf Ländern, darunter die USA, UK, Frankreich, Deutschland und Japan. Die Teilnehmer treffen Entscheidungen auf C-Level, Senior Management oder im mittleren Management und arbeiten für Unternehmen, die in verschiedenen Feldern tätig sind, darunter Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, öffentlicher Sektor, Medien und Baugewerbe.

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