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Mobiltelefon, Brieftasche und Ausweis in einem Das Smartphone als Personalausweis

Redakteur: Stephan Augsten

Fast jeder vierte Bundesbürger kann sich mit der Idee anfreunden, das Smartphone bei Geldgeschäften als Ausweis zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt der IT-Branchenverband Bitkom im Rahmen einer Verbraucherumfrage.

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Das Smartphone könnte bei Geschäften künftig als Identifikationsnachweis dienen.
Das Smartphone könnte bei Geschäften künftig als Identifikationsnachweis dienen.
(Bild: Archiv / mipan - Fotolia.com)

24 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, ihre Identität per Smartphone nachzuweisen. Diesen Schluss legt die Hochrechnung einer Bitkom-Studie nahe, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa gut 1.000 Personen ab 14 Jahren befragt hat.

Als vollwertiger Ersatz für den Personalausweis kann das Smartphone natürlich nicht dienen, dafür aber als Identifikationsnachweis gegenüber Banken oder Mietwagenfirmen. Für diese Idee interessieren sich überdurchschnittlich viele Männer (28 Prozent) sowie 41 Prozent aller Personen zwischen 14 und 29 Jahren und 31 Prozent der Ostdeutschen.

Ein Vorteil der Smartphone-Nutzung: Daten müssten nicht mehr umständlich per Hand eingegeben werden. „Viele Verbraucher werden zukünftig ohne Portemonnaie aus dem Haus gehen und sich per App oder speziellem Chip mit dem Smartphone sicher ausweisen“, glaubt Bitkom-Experte Dr. Pablo Mentzinis.

Der Umfrage zufolge interessiert sich jeder siebte Teilnehmer auch dafür, nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Hochgerechnet würden also knapp 10 Millionen Personen ihr Portemonnaie durch eine sogenannte Mobile Wallet ersetzen.

Hinsichtlich des Identitätsnachweises bietet der Funkstandard NFC (Near Field Communication), der im Rahmen der beschriebenen Szenarien zum Einsatz käme, einen weiteren Vorteil: Ab 2015 soll das Smartphone als Kartenleser für den neuen Personalausweis dienen, informiert der Hightech-Verband Bitkom. Damit könnten Nutzer sich dann auf Verwaltungsportalen ausweisen und Anträge elektronisch stellen.

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