Sicherheitsmaßnahmen gegen unliebsame Überraschungen

Datacenter Security muss etlichen Gefahren trotzen

07.08.2008 | Autor / Redakteur: Götz Güttich / Stephan Augsten

Illustration: Franck Boston – Fotolia.com
Illustration: Franck Boston – Fotolia.com

Wasserschäden

Wasserschäden entstehen in Rechenzentren unter anderem durch Löschwasser bei der Brandbekämpfung, aber auch durch Rohrbrüche, Überschwemmungen und Gebäudeschäden. Ein gewisser Teil der Wasserschäden lässt sich folglich durch den Verzicht auf eine Sprinkleranlage vermeiden.

Trotzdem sollten die IT-Verantwortlichen auch über Schutzvorrichtungen gegen Wasserschäden nachdenken. Hier sind zunächst einmal Feuchtesensoren zu nennen, die einen Raum überwachen und beim Auftreten von Feuchtigkeit – beispielsweise am Boden – Alarm schlagen. Für die gleiche Aufgabe können auch Überwachungskameras zum Einsatz kommen, die die Sicherheitsbeauftragten jederzeit über den Zustand der einzelnen Räume informieren und so im Schadensfall die Reaktionszeit verkürzen.

In vielen Fällen kann es zudem sinnvoll sein, Serverschränke und ähnliche empfindliche Komponenten so in den Räumen zu platzieren, dass sie beim Eintreten geringer Wassermengen keinen Schaden davontragen. Idealerweise haben die Wachhabenden nämlich den Haupthahn des defekten Rohres bereits zugedreht, bevor „das große Wasser“ kommt.

Technische Störungen

Technische Störungen haben einen großen Einfluss auf die Verfügbarkeit der im Rechenzentrum laufenden Anwendungen. Zu den am häufigsten auftretenden technischen Störungen gehören Stromausfälle, die sich durch USVs, Notstromaggregate und redundante Stromversorgungen verhindern oder in ihrer Wirkung abschwächen lassen.

In manchen Fällen stören auch elektromagnetische Felder die Datentransfers. Letzteres Problem tritt vor allem dann auf, wenn die zuständigen Mitarbeiter Strom- und Datenkabel gemeinsam in einem Kabelschacht verlegen. Es haben aber auch Faktoren wie mechanische Belastungen und hohe Temperaturen Auswirkungen auf die Funktionalität von Kabelverbindungen.

Die meisten in diesem Bereich auftretenden Schwierigkeiten sind also recht einfach vermeidbar: Es reicht, Strom- und Datenkabel an physikalisch unterschiedlichen Stellen unterzubringen, abgeschirmte Datenkabel zu verwenden, die direkte Belastung der Kabel zu unterbinden und für eine ausreichende Kühlung zu sorgen. Für letzteres müssen die Verantwortlichen sicherstellen, dass die Klimaanlagen der Rechenzentren nicht nur die wärmeerzeugenden Geräte in den Serverräumen kühlen, sondern auch die hitzegefährdeten Kabelstrecken – beispielsweise Leitungen unter dem Dach.

Seite 5: Überwachungsanlagen

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