Sicherheitsvorfälle

Datenverlust und -diebstahl wird immer teurer

| Redakteur: Stephan Augsten

In Deutschland und den USA sind die Kosten pro verlorenem Datensatz am höchsten.
In Deutschland und den USA sind die Kosten pro verlorenem Datensatz am höchsten. (Bild: Archiv)

Eine Datenpanne kostet momentan durchschnittlich 3,8 Millionen US-Dollar. Am teuersten sind verlorene und gestohlene Datensätze für Unternehmen, die in den USA oder Deutschland beheimatet sind. Dieses sind zwei Ergebnisse der Studie „2015 Cost of a Data Breach Study“.

Im Auftrag von IBM hat das Ponemon Institute in Erfahrung gebracht, wie hoch die finanziellen Verluste infolge von Datenpannen sind. Laut der „2015 Cost of a Data Breach Study“ sind die durchschnittlichen Kosten gegenüber 2013 um 23 Prozent angestiegen und belaufen sich mithin auf 3,8 Millionen US-Dollar.

Für die Studie wurden 350 Unternehmen aus elf Ländern befragt, darunter auch in Deutschland. Hierzulande schlägt eine Datenpanne im Schnitt mit 3,5 Millionen US-Dollar zu Buche. Die höchsten Kosten entstehen demnach durch Cyber-Attacken.

45 Prozent aller Datenpannen gehen auf das Konto von Cyber-Kriminellen. Mit 174 US-Dollar pro Datensatz kommen Hackerangriffe die betroffenen Unternehmen am teuersten zu stehen. Ein Datenverlust aufgrund von Systemausfällen schlägt durchschnittlich mit 142 US-Dollar pro Datensatz zu Buche, Anwenderfehler mit 134 US-Dollar.

Gemessen an den Kosten pro Datensatz kommen deutsche Unternehmen allerdings durchaus auf ihre Kosten, teurer sind Datenpannen nämlich nur in den USA. In den Vereinigten Staaten kosten sie bis zu 217 US-Dollar pro Datensatz, in Deutschland 211 US-Dollar. Am günstigsten kommen Indien und Brasilien weg, wo die Kosten pro Datensatz 56 und 78 US-Dollar betragen.

Die Studie zeigt auch einen Zusammenhang zwischen der Reaktionszeit auf Datenpannen und den daraus resultierenden Kosten auf: Im Schnitt benötigten die Unternehmen rund ein dreiviertel Jahr (256 Tage), um Hackerangriffen auf die Schliche zu kommen. Dagegen wird Datenverlust durch Anwenderfehler bereits nach rund fünf Monaten entdeckt (158 Tage). So erklären sich auch die höheren Kosten, die bei Cyberangriffen entstehen.

Unternehmen in den USA und in Deutschland geben übrigens auch am meisten Geld aus, um sich vor Cyber-Angriffen zu schützen: 226 US-Dollar pro Datensatz in den Vereinigten Staaten und 223 US-Dollar in der Bundesrepublik. Weitere Zahlen können Interessierte direkt der 2015 Cost of a Data Breach Study entnehmen.

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