PGP-Studie zu deutschen Datenpannen

Datenverluste oft auf Dienstleister und mobile Geräte zurückzuführen

14.04.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Das wird teuer: Rund 2,6 Millionen Euro musste ein deutsches Unternehmen 2009 im Schnitt nach einer Datenpanne aufbringen.
Das wird teuer: Rund 2,6 Millionen Euro musste ein deutsches Unternehmen 2009 im Schnitt nach einer Datenpanne aufbringen.

Über ein Drittel aller Datenschutz-Verletzungen mit anschließendem Datenverlust sind auf Fehler externer Dienstleister zurückzuführen. Dies geht aus der zweiten jährlichen Studie „Kosten von Datenpannen in Deutschland“ hervor, die das Ponemon-Institut im Auftrag von PGP durchgeführt hat. Der durchschnittliche Schaden im Falle einer Datenpanne betrug im Jahr 2009 fast 2,6 Millionen Euro.

Datenverluste werden teurer, wie PGP aus der Jahresstudie 2009 über die Kosten von Datenpannen in Deutschland schließt. Demnach mussten Unternehmen im Jahr 2009 durchschnittlich 2,58 Millionen Euro infolge eines erlittenen Datenmissbrauchs zur Schadensbehebung aufwenden. Das sind 170.000 Euro mehr als noch im Vorjahr.

Die Kosten pro kompromittierten Datensatz stiegen gar um 18 Prozent, von 112 Euro auf 132 Euro. Die Bandbreite der erfassten Datenpannen in den 22 befragten Unternehmen reicht von Fällen mit weniger als 3.300 bis hin zu Fällen mit rund 63.000 betroffenen Datensätzen.

Gründe für Datenverlust und Folgekosten

Vor allem bei der Übermittlung von Daten an externe Dienstleister sollten Firmen vorsichtig sein, denn diese sind laut PGP immer häufiger in Datenpannen involviert. Im Jahr 2008 waren noch 17 Prozent der untersuchten Datenverluste auf Fehler Dritter zurückzuführen, 2009 waren es schon 36 Prozent. Da in diesen Fällen zusätzliche Forensik- und Beratungskosten anfielen, lag die Schadenshöhe hier sogar bei 159 Euro pro kompromittierten Datensatz.

54 Prozent der Datenverluste und -diebstähle erfolgten der Studie zufolge mit bösartigen oder kriminellen Hintergrund. Allerdings waren derartige Datenpannen mit 120 Euro Schaden pro Datensatz weniger kostspielig, als interne Datenveluste. Immerhin ein Viertel aller Datenverluste 2009 ist auf verloren gegangene bzw. gestohlene Notebooks oder andere portable Datenträger zurückzuführen.

Im schwerwiegendsten untersuchten Fall verursachte ein Datenmissbrauch rund 7 Millionen Euro Schaden. PGP führt die gestiegenen Kosten auf die letztjährige Novellierung des Datenschutzgesetzes zurück. So betrug beispielsweise die obligatorische Benachrichtigung Betroffener pro gefährdetem Datensatz sieben Euro, statt „nur“ vier Euro in 2008.

Seite 2: Endkunden strafen Unternehmen ab

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2044406 / Storage)