PGP-Studie zu deutschen Datenpannen

Datenverluste oft auf Dienstleister und mobile Geräte zurückzuführen

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Endkunden strafen Unternehmen ab

In die Kostenstatistiken fließen aber nicht nur reaktive Maßnahmen ein, sondern auch die infolge der Datenpannen entgangenen Umsätze. Ihr Anteil an den Gesamtkosten von 132 Euro pro kompromittierten Datensatz betrug im Jahr 2009 immerhin 46 Euro, zehn Euro mehr als noch 2008. PGP schließt daraus, dass Kunden und Verbraucher dem Schutz persönlicher Daten ein höheres Gewicht beimessen als noch vor einem Jahr.

„Speziell in Deutschland reagieren Kunden und Verbraucher zu Recht äußerst sensibel, wenn es um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht“, mahnt Phillip Dunkelberger, President und CEO der PGP Corporation. Unternehmen, die dieses Risiko noch immer nicht verstanden hätten, setzten leichtfertig ihre Firmenexistenz aufs Spiel.

Investitionen lieber vorbeugend tätigen

Aus technischer Sicht sieht PGP infolge der überarbeiteten Datenschutzgesetze allerdings deutliche Besserungen. So stieg der Anteil der befragten Firmen, die Verschlüsselungslösungen verwenden, um etwa ein Viertel auf insgesamt 77 Prozent. Auch andere technische Maßnahmen ließen gegenüber dem Vorjahr durchweg Steigerungsraten von 20 bis 30 Prozent erkennen.

Der Studie zufolge haben 73 Prozent der Unternehmen die Kontrolle an internen und externen Netzwerkübergängen optimiert, über zwei Drittel betreiben ein Security-Event-Managementsystem, 59 Prozent eine DLP-Lösung (Data Loss Prevention). Stiefmütterlich wurden hingegen Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen behandelt: Nur 27 Prozent der Unternehmen investierten in eine regelmäßige Datenschutzausbildung ihrer Mitarbeiter.

Für die Studie hat das Ponemon-Institut im Auftrag von PGP insgesamt 22 Unternehmen aus zwölf verschiedenen Branchen befragt. Weitere Informationen zu PGP und der Jahresstudie „Kosten von Datenpannen in Deutschland“ auf der Hersteller-Homepage.

(ID:2044406)