Websense-Studie zur Effektivität von Sicherheitssystemen

Dem Datendiebstahl schutzlos ausgeliefert?

| Redakteur: Stephan Augsten

Viele Security-Verantwortliche meinen, dass ihre Systeme nicht alle Sicherheitsvorfälle erkennen.
Viele Security-Verantwortliche meinen, dass ihre Systeme nicht alle Sicherheitsvorfälle erkennen. (Bild: © Grafvision - Fotolia)

Uneingeschränktes Vertrauen sieht anders aus: Mehr als zwei Drittel der Security-Verantwortlichen glauben, dass Cyber-Attacken schon einmal unbemerkt ihre Sicherheitssysteme passieren. Dies geht aus der Studie „Exposing the Cybersecurity Cracks: A Global Perspective“ hervor, die das Ponemon Institute im Auftrag von Websense durchgeführt hat

IT-Sicherheitsverantwortliche zweifeln laut der jüngsten Websense-Studie an der Effektivität ihrer eingesetzten Security-Lösungen: 57 Prozent der Befragten glauben nicht, dass ihr Unternehmen professionellen Cyber-Attacken gewachsen ist. Gleichzeitig befürchten 63 Prozent, dass sie den Abfluss vertraulicher Informationen im Ernstfall überhaupt nicht stoppen könnten.

Für die aktuelle Untersuchung „Exposing the Cybersecurity Cracks: A Global Perspective“ befragte das Ponemon Institute im Auftrag von Websense weltweit rund 4.900 Verantwortliche für IT-Sicherheit. Diese verfügen durchschnittlich über zehn Jahre Berufserfahrung und stammen aus fünfzehn verschiedenen Ländern, darunter England, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Schweden und die USA.

44 Prozent der Arbeitgeber wurden demnach im vergangenen Jahr ein- oder mehrmals substantiell angegriffen. 69 Prozent der Studienteilnehmer sind der Überzeugung, dass Cyber-Angriffe manchmal unbemerkt durch das Sicherheitsnetz schlüpfen. Außerdem gab gut die Hälfte der Befragten an, dass eingesetzte Sicherheitslösungen keine oder nur vage Angaben zu den Ursachen von Attacken bereitstellen.

Derartige Informationen wären umso wichtiger, als dass die Selbsteinschätzung der Security-Experten nicht besonders positiv ausfällt: Nur 41 Prozent der Befragten glauben, die Bedrohungslandschaft, der ihr Unternehmen ausgesetzt ist, gut zu kennen. Lediglich 37 Prozent könnten sicher sagen, wenn vertrauliche Daten infolge einer Cyber-Attacke verloren gingen. Und mehr als ein Drittel derjenigen, denen bereits vertrauliche Daten abhanden gekommen sind, wissen nicht genau, welche Informationen gestohlen wurden.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass Führungskräfte auf Vorstandsebene unterdurchschnittlich wenig Verständnis für Sicherheitsthemen hätten. Dies deckt sich mit der Aussage von sage und schreibe 80 Prozent der Teilnehmer, dass die Führungskräfte ihres Unternehmens den Verlust vertraulicher Daten nicht mit einem finanziellen Verlust gleichsetzen.

„Die globale Sicherheitsuntersuchung des Ponemon Institute zeigt, dass die Security-Branche noch einiges zu tun hat“, mahnt John McCormack, CEO von Websense. Die Ponemon-Studie „Exposing the Cybersecurity Cracks: A Global Perspective“ lässt sich nach Registrierung über die Websense-Website herunterladen.

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