G DATA IT-Security Barometer 2017

Dem Mittelstand fehlen Notfallkonzepte

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Der Mittelstand macht sich zwar Gedanken um die Sicherheit, es fehlt aber bei vielen Firmen an konkreten Notfallplänen.
Der Mittelstand macht sich zwar Gedanken um die Sicherheit, es fehlt aber bei vielen Firmen an konkreten Notfallplänen. (Bild: pexels / CC0)

Was tun, wenn der IT-Supergau passiert? Gerade kleineren und mittleren Unternehmen fehlen erprobte Konzepte zur Minimierung von digitalen Attacken. Das kann katastrophale Auswirkungen haben.

Der Sicherheitsanbieter G DATA hat seinen neuen Bericht IT-Security Barometer 2017 vorgestellt. Besonders besorgend ist, dass im Mittelstand weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen einen IT-Notfallplan haben. Sollte es zu einer Katastrophe kommen, kann das zu gravierenen Auswirkungen führen. Mittelständler, die für den Fall eines Vorfalls nicht vorgesorgt haben, riskieren wertvolle Zeit zu verlieren und einen noch größeren Schaden durch den Cyberangriff.

Mehr als die Hälfte der befragten Mittelständler haben keinen Notfallplan für IT-Angriffe.
Mehr als die Hälfte der befragten Mittelständler haben keinen Notfallplan für IT-Angriffe. (Bild: G DATA)

Dabei ist das Thema Sicherheit eigentlich im Mittelstand angekommen. 92 Prozent der befragten Firmen gaben an, dass sie sich mit IT-Sicherheitskonzepten auseinandersetzen und dem Schutz ihrer Daten und Infrastruktur auseinandersetzen. Immerhin vier von zehn Mittelständler gehen auf Nummer sicher und verfügen über einen Notfallplan und ein IT-Sicherheitskonzept.

Kriminelle lieben den Mittelstand

Gerade in Deutschland mit seinem starken Mittelstand sind diese Unternehmen stark im Blickfeld von digitalen Kriminellen. Attacken mit Ransomware-Malware zur Erpressung von Geld sind ebenso real wie eine digitale Spionage der Firmengeheimnissen. Fast 63 Prozent der befragten Firmen in der Studie befürchten, im Fokus der Kriminellen zu stehen.

Die Daten des G DATA Barometers werden durch eine Studie der Bitkom und des Sicherheitsanbieters F-Secure bestätigt. Zwei Drittel der befragten Unterehmen gaben hier an, dass sie innerhalb der letzten 12 Monate Opfer eines digitalen Zwischenfalls wurden. Mehr als jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) ist der Meinung, dass sich IT-Angriffe vollständig verhindern lassen.

Leider ist es so, dass viele Unternehmen erst aus Schaden klug werden. Die große Mehrheit der Unternehmen, die von einem IT-Angriff betroffen waren oder es vermuten, verschärft die eigenen Sicherheitsvorkehrungen. 45 Prozent haben in Sicherheitstechnologie investiert, 36 Prozent regelmäßige Bedarfsanalysen für IT-Sicherheit eingeführt und 33 Prozent setzen auf zusätzliche Sicherheitsanforderungen. 3 von 10 Unternehmen (31 Prozent) haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, jedes fünfte (22 Prozent) den IT-Sicherheitsanbieter gewechselt und in 13 Prozent der Unternehmen wurden Mitarbeiter entlassen.

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