Umfrage im Rahmen der Bundestagswahl 2017

Deutsche befürchten Cyber-Angriffe zur Bundestagswahl

| Redakteur: Peter Schmitz

Die Bürger haben Angst vor Cyberangriffen und misstrauen politischer Meinungsbeeinflussung und Fake News in sozialen Netzwerken, zeigt eine Umfrage von Avast.
Die Bürger haben Angst vor Cyberangriffen und misstrauen politischer Meinungsbeeinflussung und Fake News in sozialen Netzwerken, zeigt eine Umfrage von Avast. (Bild: Pixabay / CC0)

Im Vorfeld der Bundestagswahl hat der Sicherheitsanbieter Avast mehr als 2.000 Deutsche zu Themen wie Fake News, möglichen Cyberangriffen und Beeinflussung durch Social Media befragt. Die Ergebnisse sind angesichts der nahenden Wahl am 24. September 2017 brisant, denn sie zeigen die Furcht der Befragten vor Cyberangriffen und das Misstrauen gegenüber Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Nach den Ergebnissen der Umfrage zum Thema „Bundestagswahl und Cyberangriffe“ zu schließen, sind 86 Prozent der Befragten der Meinung, dass Parteien und einzelne Politiker im Rahmen der Bundestagswahl zum Ziel von Hackern werden könnten.

Vier von fünf Befragten (78 Prozent) glauben, dass durch Cyberattacken verursachte Datenlecks die öffentliche Meinung verändern und somit die Ergebnisse der Bundestagswahl beeinflussen können. Die Angst vor Cyberangriffen zeigt sich auch in folgendem Ergebnis: Drei von vier Befragten (75 Prozent) sind gegen die Einführung eines elektronischen Wahlsystems.

Fast alle Befragte misstrauen Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Die Umfrage zum Thema „Social Media und Fake News“ hat ergeben, dass 94 Prozent der Befragten Social-Media-Nachrichten keinen Glauben schenken oder sich nicht immer sicher sind, ob sie diesen trauen können. Neun von zehn Befragten (89 Prozent) sind der Meinung, dass gezielte Falschnachrichten die Bundestagswahl beeinflussen könnten. In diesem Sinne geben mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten an, dass sie Nachrichten, die sie in den sozialen Netzwerken gelesen haben, durch weitere Quellen und Websites überprüfen. 87 Prozent geben an, schon einmal Fake News in den sozialen Netzwerken bemerkt zu haben. Außerdem befürworten 82 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass soziale Netzwerke dafür verantwortlich sein sollten, Fake News zu löschen.

Neun von zehn Befragten halten Beeinflussung durch soziale Netzwerke für möglich.

Viele Deutsche haben das Gefühl, durch Diskussionen in sozialen Netzwerken nicht beeinflussbar zu sein. Im Rahmen der Umfrage „Social Media und politische Überzeugungen“ beantworten nur 27 Prozent der Befragten die Frage, ob sie glauben, dass ihre eigene politische Überzeugung durch Kommentare anderer Nutzer in sozialen Netzwerken beeinflusst werden könnte, mit „Ja“, weitere 27 Prozent meinten, dies wäre „vielleicht“ möglich. Interessanterweise trauen die Teilnehmer anderen Menschen dahingehend weniger – 65 Prozent glauben, dass die politische Meinung anderer Menschen durch Diskussionen in sozialen Netzwerken beeinflusst werden könnte, weitere 23 Prozent denken, dies könne „vielleicht“ passieren. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) weiß jedoch nicht oder ist sich nicht sicher, was Social Bots sind und welche Funktion sie in den sozialen Netzwerken ausüben.

„Die Ergebnisse spiegeln die Vorsicht der Deutschen bezüglich des Einflusses von Cyberangriffen im Rahmen der Bundestagswahl wider und zeigen, wie misstrauisch die Befragten Nachrichten in sozialen Netzwerken gegenüberstehen“, sagt Thomas Wespel, Geschäftsführer der Avast Software Deutschland GmbH. „Allerdings ist es ermutigend zu sehen, dass viele Menschen den Einfluss der sozialen Medien richtig einschätzen und den Wahrheitsgehalt von Social-Media-Nachrichten überprüfen sowie die Gefahr potenzieller Cyberangriffe nicht unterschätzen.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44858325 / Sicherheitsvorfälle)