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Der CIO als IT-Sicherheitsverantwortlicher im Unternehmen Deutsche IT-Leiter selten für Sicherheit zuständig

Redakteur: Stephan Augsten

Der Chief Information Officer (CIO) ist eigentlich dazu prädestiniert, ein Auge auf die IT-Sicherheit seines Arbeitgebers zu haben. Doch in Deutschland sind unterdurchschnittlich wenige IT-Leiter für diesen Bereich verantwortlich, berichtet Gemalto. Dafür sei das Risiko-Bewusstsein unter ihnen besonders hoch.

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Nur wenige deutsche CIOs sind für die Sicherheit verantwortlich, dafür nehmen sie mehr Geld in die Hand.
Nur wenige deutsche CIOs sind für die Sicherheit verantwortlich, dafür nehmen sie mehr Geld in die Hand.
(Bild: Archiv)

Im Rahmen einer Umfrage unter 500 IT-Entscheidern stellte sich heraus, dass in Deutschland nur 38 Prozent der CIOs für die IT-Sicherheit im Unternehmen verantwortlich sind. In Frankreich verantworten hingegen 70 Prozent der IT-Leiter auch diesen Bereich, in Großbritannien zumindest noch 56 Prozent.

Die Studie sollte den Umgang mit Sicherheitslösungen in Unternehmen beleuchten und wurde von Gemalto beim unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne in Auftrag gegeben. Die Befragten stammen zu gleichen Teilen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien und den USA.

Weitestgehend einig waren sich die Befragten darüber, dass die Verantwortung für die IT-Sicherheit bei Führungskräften auf Vorstandsebene liegen sollte. Während gut drei Viertel der Befragten diese Meinung vertreten gaben weitere 20 Prozent an, dass die CEOs die gesamte Verantwortung für IT-Security-Themen übernehmen sollten.

Der allgemeine Konsens zeigt, dass in Unternehmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern der Firmenchef besonders beim Thema IT-Sicherheit gefragt ist. In mittelständischen Unternehmen sieht mehr als ein Viertel der IT-Verantwortlichen den CEO in dieser Rolle. 13 Prozent der Befragten gaben hingegen an, dass die Verantwortung für die Sicherheit der Daten beim Endanwender liegen sollte.

Deutsche knausern weniger

Hinsichtlich ihres Sicherheitsbewusstsein hebt Gemalto die deutschen CIOs lobend hervor: Immerhin 46 Prozent der befragten deutschen CIOs hätten aufgrund aktueller Ereignisse die Sicherheitsbudgets aufgestockt. Das sind acht Prozent mehr als im internationalen Durchschnitt, französische (35 Prozent) und britische (32 Prozent) IT-Leiter sparen sogar noch mehr.

Im internationalen Vergleich gab jedes dritte Unternehmen an, die Security-Budgets seien aufgrund der Berichterstattung über Sicherheitslücken anderer Unternehmen angestiegen. Allerdings erlebt auch fast ein Fünftel der öffentlichen Unternehmen das Gegenteil: Trotz negativer Presse über mangelnde Sicherheit in Unternehmen hatten sie Budgetkürzungen hinnehmen müssen.

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