Digitale Energiewende

Deutsche Nutzer uneins über intelligente Stromzähler

| Redakteur: Peter Schmitz

Smart Meter sind ein entscheidender Teil der digitalen Energiewende. Die betroffenen Nutzer sind über den Einsatz der intelligenten Stromzähler aber noch unsicher.
Smart Meter sind ein entscheidender Teil der digitalen Energiewende. Die betroffenen Nutzer sind über den Einsatz der intelligenten Stromzähler aber noch unsicher. (Bild: Unsplash - Pixabay.com / CC0)

Intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter sollen nach dem Willen des Bundestags künftig auch für Privathaushalte verpflichtend werden. Eine Kaspersky-Umfrage über das Vertrauen der Deutschen in Smart Meter zeigt wie skeptische die Nutzer derzeit noch sind.

Der Bundestag hat das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ verabschiedet und damit den Weg für den zukünftigen Einsatz intelligenter Stromzähler auch in Privathaushalten freigemacht. So genannte Smart Meter sind ein entscheidender Teil der von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten digitalen Energiewende. Doch wie hoch ist das Vertrauen der Bevölkerung in intelligente Stromzähler? Eine aktuelle Kaspersky-Umfrage zeigt, 37 Prozent der deutschen Nutzer vertrauen dem Einsatz von Smart Metern, 32 Prozent stehen dem Einsatz skeptisch gegenüber und 31 Prozent sind unentschlossen.

In einer vorangegangenen Studie wurde der Zwang zum Einbau intelligenter Stromzähler von den deutschen Verbrauchern abgelehnt. Die von Kaspersky Lab bei Statista beauftragte und im Juni 2016 durchgeführte Umfrage zeigt, dass die deutschen Nutzer beim Einsatz von Smart Metern zu gleichen Teilen unterschiedlicher Meinung sind. So stimmten 37 Prozent der Aussage zu: „Ich vertraue so genannten Smart Metern (intelligenten Zählern) zur digitalen Erfassung und Abrechnung meiner Verbrauchsdaten über intelligente Stromzähler oder Wasseruhren“. 32 Prozent lehnten diese Aussage ab und 31 Prozent waren unentschlossen.

Befragt nach dem persönlichen Empfinden von Datenschutz und Cybersicherheit, offenbarte die Kaspersky-Umfrage, dass sich 71 Prozent der deutschen Nutzer über große Unternehmen für Internetdienstleistungen sorgen, die persönliche Daten sammeln; und mehr als zwei Drittel (69

Prozent) davon ausgeht, dass die zunehmende Digitalisierung das digitale Leben ‚gläsern‘ macht.

„Auch wenn die Digitalisierung bereits in vollem Gang ist, legen unsere Umfrageergebnisse nahe, dass unter der deutschen Bevölkerung noch erheblicher Aufklärungsbedarf besteht“, sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Nur wenn Datenschutzbelange nachvollziehbar sind und die Cybersicherheit der Infrastruktur gewährleistet ist, werden die Nutzer digitale Dienstleistungen und Lösungen akzeptieren.“

Hintergrund ‚Digitale Energiewende‘

Bereits Ende des Jahres 2015 hatte das Bundeskabinett den Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) beschlossen. Die zentralen Aspekte des Gesetzes umfassen technische Mindestanforderungen zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit, Steigerung der Kosten-Nutzen-Effizienz sowie die abschließende Regelung des zulässigen Datenverkehrs. Mit der erwarteten Zustimmung des Bundestages am morgigen Donnerstag wird das Gesetz die letzte parlamentarische Hürde nehmen.

Für die Gewährleistung bestmöglicher Cybersicherheit hat das BMWi das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) „frühzeitig mit der Entwicklung sogenannter Schutzprofile und Technischer Richtlinien für den sicheren Einsatz von intelligenten Messsystemen beauftragt“.

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