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Interview mit Hugh Thompson zur RSA Conference Europe 2013

Deutsche sollen Datenschutz-Diskussion bereichern

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Security-Insider: Mit über 60 Sessions in acht verschiedenen Tracks ist das Themenspektrum der RSA Conference Europe in diesem Jahr besonders weit gefasst. Scheint für die Sicherheitsexperten schwierig zu werden, keine der interessanten Veranstaltungen zu verpassen.

Thompson: In der Tat. Drei Themenschwerpunkte lassen sich allerdings hervorheben, einer davon ist wie bereits erwähnt „Privacy“. Der zweite Bereich „Mobilität“ wird in diesem Jahr deutlich konkreter. Hier können die Teilnehmer spezifische Lösungen sehen, mehr über BYOD-Implementierungen erfahren und Diskussionen über die Gefahr mobiler Malware beiwohnen.

Der dritte große Themenkomplex „Analytics“ berührt gleich mehrere Bereiche der IT-Sicherheit, ein Beispiel hierfür ist die Angriffsvorhersage mithilfe großer Datenmengen (Big Data). Analytics umfasst aber auch die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, um intelligent auf Gefahren reagieren zu können. Darüber hinaus haben wir ein großes Interesse für IT-Forensik registriert, insbesondere wenn es ums Aufspüren und Analysieren gezielter Angriffe geht.

Security-Insider: Welche drei Vorträge dürfen ein Geschäftsführer, ein Sicherheitsspezialist und ein Software-Entwickler auf keinen Fall verpassen?

Thompson: Angesichts der vielen guten Sessions fällt es recht schwer, eine Auswahl zu treffen. Lassen wir die Keynotes einmal außen vor, dann würde ich einem Manager wohl den Vortrag „Information Stewardship: Avoiding Data Breaches and Managing Big Data“ des Kuppinger-Cole-Analysten Mike Small empfehlen.

Ein weiterer guter GRC-Beitrag trägt den Titel „When Worlds Collide - Harmonising Governance Between Security And Privacy“. Teilnehmer der Runde sind Rita Di Antonio von IAPP Europe, Gabriela Krader von der Deutschen Post/DHL, Jyn Schultze-Melling von Allianz SE sowie Toby Stevens von Pixidust.

Sicherheitsspezialisten sind wohl am besten im Track „Hacker & Threats“ aufgehoben. Eine vielversprechende Session heißt „Mine Is Bigger: When Cybercriminals Compare Tools“, Sprecher sind in diesem Fall Uri Rivner, Head of Cyber Strategy bei BioCatch, und Etay Maor, Senior Cyber PMM bei Trusteer.

Anwendungsentwickler kommen im Track „Application and Data Security“ auf ihre Kosten. Hier erwarte ich mir recht viel vom ERPScan-CTO Alexander Polyakov und seinem Vortrag „If I Want a Perfect Cyberweapon, I'll Target ERP“.

Security-Insider: In den vergangenen Jahren war die RSA Conference Europe immer in London beheimatet, 2013 wird sie erstmals in Amsterdam abgehalten. Warum haben Sie einen anderen Veranstaltungsort gewählt und bedeutet der Umstieg auf Kontinentaleuropa eine Änderung der Konferenzschwerpunkte?

Nach fünf Jahren London fanden wir, es sei an der Zeit, aufs europäische Festland umzuziehen. Als eine der bekanntesten Konferenzstädte Europas könnte Amsterdam mehr Teilnehmer aus den Benelux-Staaten, Frankreich und Deutschland anlocken. Während diese Besucher per Zug oder Auto anreisen können, benötigen die meisten Teilnehmer aus Großbritannien im Gegenzug gerade einmal eine Stunde für den Flug nach Amsterdam.

Bezogen auf die Konferenz und ihren Fokus hoffen wir, dass die staatlichen Eingriffe in den Datenverkehr und die europäische Sicht auf den Datenschutz die Konferenz befruchten. Wir erhoffen uns dementsprechend erhöhte Diskussionsbereitschaft seitens der europäischen Besucher – interessant ist hier natürlich insbesondere die Sichtweise der Deutschen, bei denen man die striktesten Datenschutzgesetze findet.

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