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Wiederaufbau der Spam-Infrastrukturen Deutschland wieder in Top Ten der Spam-Sünder

| Redakteur: Stephan Augsten

Erstmals seit Abschaltung des Rustock-Botnetzes findet sich Deutschland im Mai 2012 wieder unter den Top Ten der weltweiten Spam-Versender. Dies berichtet der Anti-Spam-Anbieter Eleven in seinem aktuellen E-Mail Security Report.

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Erstmals seit 14 Monaten findet sich Deutschland wieder unter den Top Ten der Spam-Versender.
Erstmals seit 14 Monaten findet sich Deutschland wieder unter den Top Ten der Spam-Versender.
(Eleven)

Im Mai 2012 ist Deutschland in die unrühmliche Top Ten der weltweit größten Spam-Versender zurückgekehrt. Ein Anteil von 2,8 Prozent am globalen Spam-Versand bedeutet den zehnten Platz. Ähnlich erging es den USA, die mit einem Anteil von 3,8 Prozent gar den sechsten Platz belegen und weiter auf die „Spitzenplätze“ zusteuern.

Westliche Industriestaaten, die von der Abschaltung des Rustock-Botnetzes im März 2011 profitieren konnten, legen in der Rangliste somit wieder zu. Sowohl den USA als auch Deutschland war es gelungen, die Top Ten zu verlassen. Insgesamt 14 Monate lang konnte sich Deutschland den Spitzenplätzen fernhalten, die Vereinigten Staaten kamen immerhin noch auf ein Jahr.

Eleven deutet die neue geographische Verteilung als Anzeichen dafür, dass sich derzeit einige neue oder restrukturierte Botnets im Aufbau befinden. Möglicherweise wollten die Spam-Versender die verloren gegangenen Infrastrukturen zumindest teilweise ersetzen. Dafür spricht auch der zunehmende Malware-Versand, den Eleven bereits seit ein paar Monaten registriert.

Allein von April bis Mai 2012 wuchs das Malware-Aufkommen um über das Neunfache, die Zahl der neuen Virenausbrüche konnte sich laut Eleven mehr als verdreifachen. Trojaner wie der Klassiker Zbot sind beim Versand verseuchter E-Mails besonders beliebt. Die Security-Forscher von Eleven verzeichneten jedoch auch starke Wellen weniger populärer Trojaner wie Matsnu, Bublik oder Gypikon.

Beliebte Tricks, um die E-Mail-Empfänger zum Öffnen infizierter Attachments zu bewegen, waren fingierte Zustellbenachrichtigungen, Handy-Rechnungen und Lieferscheine. In anderen Fällen drohten die Versender mit einer Strafanzeige, der Trojaner verbarg sich in den angehängten vermeintlichen Beweisfotos.

Weitere Informationen zur Spam-Entwicklung finden sich direkt in den Eleven E-Mail Security Reports.

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