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IT-Awards 2020 Die beliebtesten Anbieter von Enterprise Network Firewalls 2020

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Aktuelle Studien zeigen, dass Cyberangriffe Unternehmen weltweit in Atem halten. Mit Beginn der COVID-19-Pandemie hat die Intensität der Attacken sogar noch deutlich zugenommen. Belastbare Security-Systeme sorgen für Schutz – dazu zählen auch Enterprise Network Firewalls.

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Enterprise Network Firewalls stehen im täglichen Geschäftsalltag einer Vielzahl an möglichen Attacken gegenüber.
Enterprise Network Firewalls stehen im täglichen Geschäftsalltag einer Vielzahl an möglichen Attacken gegenüber.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Aktuellen Umfragen zufolge ist nur etwa die Hälfte aller Unternehmen mit der eigenen Fähigkeit zufrieden, Cyberbedrohungen zuverlässig zu erkennen. Gleichzeitig haben aber vier von fünf Unternehmen im Laufe des vergangenen Jahres einen entsprechenden Sicherheitsvorfall erlebt. Umso wichtiger sind belastbare Security-Strategien. Ein wichtiger Teil davon sind Enterprise Network Firewalls, die den ein- und ausgehenden Traffic auf Bedrohungen durchleuchten.

Die Leser von Security-Insider haben für die IT-Awards 2020 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei bei unseren Lesern beliebtesten Anbieter von Enterprise Network Firewalls 2020:

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Funktionsweise im Überblick

Klassische Firewalls kontrollieren den Datenverkehr auf Basis von beispielsweise Ports, Protokollen und Policies. Moderne Enterprise Network Firewalls – auch Next Generation Firewalls (NGFWs) genannt – bringen einen deutlich erweiterten Funktionsumfang mit und sind gezielt auf den Einsatz in Unternehmen zugeschnitten. Zu den Funktionen zählen etwa Intrusion Prevention und Detection (IDS, IPS), die intelligente Überwachung des Datenverkehrs von Web-Anwendungen und die tiefgehende Analyse von Datenströmen, etwa per Deep Packet Inspection. Letzteres wird durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) unterstützt. Das hat den Vorteil, dass die selbstlernenden Systeme mit zunehmender Betriebsdauer immer effektiver arbeiten und somit im Idealfall auch unbekannte Gefahren frühzeitig identifizieren. Zusätzlich zählen auch Web-, Spam- und Mail-Filter sowie Antivirussysteme und andere Sicherheits-Tools zur Ausstattung.

Derartige Appliances sind auf leistungsfähige Technik angewiesen, um einen derart großen Funktionsumfang bieten zu können. Multi-Core-Architekturen sorgen dabei im Zusammenspiel mit schnellen SSDs und entsprechend dimensionierten Netzwerkanbindungen für Reaktionen in nahezu Echtzeit. Einbußen bei der Netzwerkperformance sind beim Einsatz aktueller Systeme praktisch nicht mehr zu verzeichnen. Der Markt für Enterprise Network Firewalls umfasst eine große Bandbreite an unterschiedlich ausgestatteten Lösungen, die von kleinen und mittelständischen Unternehmen über Großkonzerne bis hin zu Rechenzentren verschiedenste Anforderungen abdecken.

Für alle Fälle gewappnet

Enterprise Network Firewalls stehen im täglichen Geschäftsalltag einer Vielzahl an möglichen Attacken gegenüber. Diese reichen zum Beispiel von klassischen DDoS-Attacken („Distributed Denial of Service“) über versteckte Malware in verschlüsselten Datenübertragungen bis hin zu Advanced Persistent Threats. Bei letzteren handelt es sich um komplexe zielgerichtete Attacken auf kritische Infrastrukturen oder Daten. Sie sind aufgrund ihrer elaborierten Vorgehensweise nur schwer zu erkennen und richten im Ernstfall oft große Schäden an.

Um den alltäglichen Bedrohungen effektiv gegenüberzutreten, nutzen Enterprise Network Firewalls beispielsweise TLS-/SSL-/SSH-Inspection, Content-Filter, IPSec-VPN-Tunnel, NAT, QoS-Funktionen, VLAN-Unterstützung, Schutz von VoIP-Übertragungen, Sandboxing und dynamisches Routing. Zudem überwachen sie das Anwendungsverhalten. All dies wird in der Regel über umfangreiche Verwaltungs-, Konfigurations- und Reporting-Möglichkeiten gesteuert. Sie sind meist zentral gebündelt und können auch mehrere Appliances gleichzeitig managen. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Systeme im Detail. Allerdings bieten alle Varianten einen genauen Überblick über Aktivitäten im Netzwerk. Administratoren können somit schnell auf Zustandsveränderungen, Bedrohungen oder Sicherheitslücken reagieren sowie Regeln und Policies festlegen.

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Blick in die Zukunft

Laut den Marktforschern von Forrester zählen Enterprise Network Firewalls immer noch zu den grundlegenden Schutzplattformen für Unternehmensnetze. Allerdings hat die aktuelle Corona-Pandemie zu einigen Verschiebungen geführt, da immer mehr Anwendungen in der Cloud untergebracht sind und die Nutzer zunehmend aus dem Home Office arbeiten.

Als wichtiger Trend gilt laut der „Forrester Wave: Enterprise Firewalls, Q3 2020“ demnach die Unterstützung von Zero-Trust-Netzwerksicherheitsmodellen. Derartige Frameworks setzen auf strenge Identitätsüberprüfung und gestatten nur authentifizierten und autorisierten Benutzern Zugriff auf Anwendungen und Daten. Gleichzeitig schützen sie vor komplexen Attacken. Die Marktforscher sehen zudem den Schutz von sicherheitsrelevanten Objekten in der Public Cloud sowie ein enges Zusammenspiel mit Endpoint-Protection-Lösungen als wichtige Funktionen für die Zukunft.

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