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Kommentar zum EU-US Privacy Shield Die Cloud ist tot, es lebe die Cloud!

| Redakteur: Florian Karlstetter

Womit niemand gerechnet hat, ist passiert: Die Vertreter der EU und der USA haben sich mit dem „EU-US Privacy Shield“ auf einen Nachfolger für Safe Harbor geeinigt. Ein Kommentar von Holger Dyroff, Geschäftsführer von ownCloud.

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Die EU, die USA und Safe Harbor - Auswirkungen verstehen. Ein Kommentar von Holger Dyroff, Geschäftsführer bei ownCloud.
Die EU, die USA und Safe Harbor - Auswirkungen verstehen. Ein Kommentar von Holger Dyroff, Geschäftsführer bei ownCloud.
(Bild: ownCloud)

Ende Januar lief die Frist aus, die Europas Datenschützer der EU-Kommission und der US-Regierung gesetzt hatten, um einen Ersatz für das vom Europäischen Gerichtshof im vergangenen Herbst zur Überraschung vieler gekippte Abkommen zu schaffen.

Schnell machte sich Kritik am Nachfolger breit: Einige Medien haben Stimmen von Datenschützern eingeholt und so richtig überzeugt vom „Schild für die Privatsphäre“ ist keiner. Edward Snowden, der mit seinen Enthüllungen 2013 die Kritik losgetreten hat, meldete sich auf Twitter zu Wort: „It's not a "Privacy Shield," it's an accountability shield. Never seen a policy agreement so universally criticized.“ Der grüne EU-Abgeordnete Jan-Philipp Albrecht bezeichnet das Ganze gar als „Joke“.

Jetzt soll das US-Handelsministerium die Firmen kontrollieren, die Daten aus Europa verarbeiten. Und bei Problemen darf man sich als Firma an einen neutralen Ombudsmann wenden, der von der US-Regierung gestellt wird.

Dass dieser Schwenk den Rechtsfrieden nicht wiederherstellt, ist klar. Und das ist auch gut so, weil die Diskussion zeigt, dass Datenschutz und -sicherheit in der Cloud eben nicht gewährleistet sind. Wer personenbezogene Daten in der Cloud speichert, delegiert damit keinesfalls die Verantwortung, sprich die Haftung. Die Kosten von Verstößen gegen den Datenschutz können auch in Deutschland schnell in die Millionen gehen. Manager können laut geltender Rechtsgrundlage persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Damit ist die Cloud als nebulöser Speicherort für alle möglichen Daten spätestens jetzt für Unternehmen gestorben.

Holger Dyroff, Geschäftsführer von ownCloud.
Holger Dyroff, Geschäftsführer von ownCloud.
(Bild: ownCloud)

Andererseits ist die grundlegende Funktionalität einer Cloud – effiziente Objektspeicherung mit Zugriff über Standard-Internetprotokolle von jedem Ort und über jedes webfähige Device – aktueller denn je. Nur so lassen sich die Anforderungen moderner, flexibler, agiler Unternehmen bedienen. Wie wäre es mit einer eigenen Cloud? Mit dieser holen sich Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Daten dahin, wo sie hingehört: In das eigene Rechenzentrum bzw. zu einem verlässlichen Hosting-Anbieter. Dabei können sie aber gleichzeitig alle Vorteile der Cloud für ihr Unternehmen und die Mitarbeiter nutzen. Die Cloud wird zur eigenen, zur ownCloud. Cloud ja, aber sicher!

Über ownCloud

2012 noch als „eine versteckte Perle mit deutschen Wurzeln und internationaler Ausrichtung“ bezeichnet, ist ownCloud heute eine ausgereifte und unternehmenstaugliche Lösung, mit der sich eine eigene, sichere Private Cloud-Umgebung auf Linux-Basis aufbauen lässt. Die aktuelle Version ownCloud 8.2 Enterprise Edition bietet modulare Verschlüsselung, eine optimierte Benutzeroberfläche und mehr Kontrollmöglichkeiten.

In folgendem Artikel erklärt unser Autor Thomas Joos die Funktionen und Möglichkeiten, wie man mit ownCloud eine eigene Cloud betreiben kann:

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