Maximale Sicherheit bei der Datenvernichtung

Die Festplatte muss in den Reisswolf

22.12.2008 | Redakteur: Peter Schmitz

Nur die physische Zerstörung eines Datenträgers garantiert absolute Datensicherheit.
Nur die physische Zerstörung eines Datenträgers garantiert absolute Datensicherheit.

Sicherheit durch Shreddern

Eine andere Methode der Datenvernichtung ist das Entmagnetisieren der Festplatte durch einen so genannten Degausser. Jedoch wird die Festplatte dabei physisch nicht zerstört, eine Garantie dafür, dass der Degausser wirklich alle Daten vernichtet hat, gibt es daher nicht.

Will man sich der Vernichtung seiner Daten sicher sein, gibt es derzeit nur eine zuverlässige Methode, wie Scheppach erklärt: „Das Non plus ultra bei dem Thema ist die physische Zerstörung der Festplatten.“ Der unter dem Namen „Datenkiller“ firmierende Geschäftszweig seiner recycle it GmbH bietet die mobile mechanische, fachgerechte Datenvernichtung von Festplatten und anderen digitalen Datenträgern an: Sicherheit durch Shreddern.

Festplatten, die zerstört werden sollen, müssen nicht transportiert werden. Der „Datenkiller“ kommt in das Unternehmen. Die verantwortlichen Mitarbeiter können den Vernichtungsvorgang überwachen, laut Scheppach gilt stets das „vier Augen Prinzip“.

Verwendet wird ein so genannter „Hard Disk Terminator“ der Firma Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH aus Kaufering. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Zerkleinerungsmaschine mit massivem Präzisionsschneidwerk. Die Festplatten werden einzeln über eine spezielle Zuführöffnung in die Maschine gegeben. Zwei entgegenlaufende Messerwellen erfassen und zerkleinern das Material. Die nach der Zerkleinerung übrig bleibenden Fragmente weisen dann nur mehr eine Fläche von etwa 600 mm² bis 900mm² auf und sind stark verformt. Eine Rekonstruktion ist in der Praxis unmöglich. Dies bestätigte auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einem Gutachten.

Recycling statt Müll

Ein weiterer Vorteil der Methode ist, dass durch die Zerkleinerung die Wertstoffe getrennt und so der Wiederaufbereitung zugeführt werden können. Der Geschäftsführer der Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH Hans Erdwich erklärt, dass die Recyclingquote bei bis zu 95% liegt. Von Metallaufbereitern wird das Material getrennt und z.B. zur Kupferverhüttung und dem Aluminiumschmelzwerk gegeben. Damit stellt das Shreddern nicht nur eine sichere, sondern auch umweltfreundliche Methode der Datenvernichtung dar. Insbesondere im Hinblick auf die neue WEEE Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment) der EU ein großer Pluspunkt.

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