Sicherheitstrends 2016

Die fünf größten Bedrohungen für Ihre IT

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3. Wachsende Schatten-IT

Was oft einladend „Bring your own Device“ (ByoD) heißt, untergräbt als Massenbewegung im Sinne von „ByoX“ heutzutage die IT-Sicherheit von Unternehmen. Denn neben eigenen Geräten sind es vor allem Apps oder Programme, die ohne Segen der IT-Abteilungen immer häufiger im Einsatz sind und eine regelrechte Schatten-IT-Infrastruktur erzeugen: Durchschnittlich 51 externe Cloud‐Dienste nutzen Mitarbeiter nach Einschätzung ihrer IT-Abteilungen laut einer Umfrage von Cisco im Sommer 2015 – in Wirklichkeit liegt die Zahl nach Cisco-Angaben aber 15-mal so hoch. Zum Jahreswechsel könnte der reale Einsatz sogar auf das 20-fache des von den Firmen vermuteten Umfangs ansteigen.

Der Wildwuchs muss den IT-Managern besonders zu denken geben, weil er nicht nur Angriffen Tür und Tor öffnet, sondern auch ein schlechtes Licht auf deren hauseigene IT-Infrastruktur wirft. Denn das Argument der Benutzer gipfelt ja meist darin, dass die unerlaubten Lösungen schneller und bequemer zum Ziel führen.

Für IT-Abteilungen kann die Lehre daraus nur sein, mehr auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu achten, insbesondere auch bei sicherheitskritischen Anwendungen wie Verschlüsselung. Grundsätzlich sollte die IT-Abteilung sich als „internen Dienstleister“ sehen, der den Mitarbeitern einen IT-Service-Katalog an nutzerfreundlichen Lösungen zur Verfügung stellt, aus dem sie wählen können. Nur so ist gewährleistet, dass Nutzer die freigegebenen Anwendungen wirklich einsetzen und sich nicht selbst nach Alternativen umsehen.

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