Secunia Report 2010 zeigt Risiken von 3rd Party Software auf

Die gefährlichsten Anwendungen sind nicht von Microsoft!

18.01.2011 | Redakteur: Peter Schmitz

Nicht Windows oder andere Microsoft Programme sind das größte Sicherheitsrisiko für Clients, sondern die zusätzlich installierten Anwendungen von Drittanbietern.
Nicht Windows oder andere Microsoft Programme sind das größte Sicherheitsrisiko für Clients, sondern die zusätzlich installierten Anwendungen von Drittanbietern.

Die größte Gefahr für Unternehmensnetze geht nicht von Schwachstellen in Microsoft Programmen oder dem Betriebssystem aus, sondern von Drittanbieter Anwendungen wie Sun Java, Firefox, Adobe Reader, Flash oder Apple Safari. Das haben die Experten des dänischen Security-Dienstleisters Secunia in ihrem jährlichen Sicherheits-Report herausgefunden.

Fragt man IT-Admins, dann ist die vorherrschende Meinung noch immer, dass die größte Gefahr für das eigene Netzwerk von Schwachstellen in Windows oder in anderen Microsoft Programmen ausgeht. Der Secunia Security Report 2010 kommt jetzt aber zu einem ganz anderen Ergebnis.

Die Zahl der Schwachstellen, die einen typischen Client bedrohen hat sich in den letzten drei Jahren fast vervierfacht und allein von 2009 auf 2010 hat sich die Zahl um 71 Prozent erhöht. Die Wahl des Betriebssystems hat darauf allerdings nur einen marginalen Effekt von weniger als 3 Prozent.

Die Analysen der im Jahr 2010 aufgezeichneten Schwachstellen und Patches zeigen, dass die größte Gefahr für Systeme inzwischen von Drittanbietersoftware ausgeht.

Mehr Schwachstellen in Drittanbieter-Programmen als in Windows oder Microsoft Anwendungen

Von allen Sicherheitslücken, die einen typischen Client bedrohen entfallen 2010 nur etwa 13 Prozent auf das Betriebssystem, 18 Prozent auf weitere Microsoft Anwendungen und 69 Prozent auf installierte Drittanbieter-Software.

Zudem stellen die Secunia-Experten fest, dass bereits erwähnte, starke der Anstieg der Client-Schwachstellen fast ausschließlich auf Drittanbieteranwendungen (ohne Microsoft) zurückzuführen ist. Unter einem Portfolio an 50 Anwendungen mit 26 Microsoft Programmen und 24 von Drittanbietern gab es in den 24 Drittanbieteranwendungen 3,8 mal mehr Schwachstellen als in den 26 von Microsoft.

Noch extremer ist der Vergleich zum Betriebssystem. Die 24 Third-Party-Programme wiesen 5,2 mal mehr Schwachstellen auf als das Windows Betriebssystem (ob XP, Vista oder Windows 7 macht dabei kaum einen Unterschied).

Seite 2: Die Top 10 der gefährlichsten Anwendungen

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