Secunia veröffentlicht PSI Country Report Q4/2012

Die größten Schwachstellen auf deutschen PCs

| Redakteur: Stephan Augsten

Secunia hat die anfälligsten Anwendungen auf deutschen Rechnern identifiziert.
Secunia hat die anfälligsten Anwendungen auf deutschen Rechnern identifiziert. (Bild: Secunia)

Die Schwachstellen-Management-Experten von Secunia haben den PSI-Länderreport für Deutschland veröffentlicht. In dem Quartalsbericht finden sich Hinweise darauf, wie anfällig hiesige Windows-Rechner sind und wo die gängigsten Sicherheitslücken zu finden sind.

Laut dem Secunia PSI Country Report fürs vierte Quartal 2012 hat der durchschnittliche deutsche PC-Nutzer 74 Anwendungen von 25 verschiedenen Herstellern auf seinem Computer installiert. Wer alle bekannten Sicherheitslücken auf einem deutschen Durchschnittsrechner schließen wollte, müsste demnach 25 Update-Prozeduren regelmäßig durchführen.

Über zwei Drittel aller installierten Programme werden von Drittanbietern wie Oracle, Adobe oder Open-Source-Entwicklern bereitgestellt. Es verwundert also nicht, dass 70 Prozent der zwischen Oktober 2011 und Dezember 2012 identifizierten Schwachstellen auf Drittanbieter-Programme zurückzuführen sind. Die übrigen Schwachstellen entfallen zu 13 Prozent auf Windows-Betriebssysteme und zu 17 Prozent auf andere Software aus dem Hause Microsoft.

Auf dem ersten Platz der zehn exponiertesten Programme finden sich die Microsoft XML Core Services (MSXML), obwohl in den vergangenen zwölf Monaten nur eine Sicherheitslücke bekannt wurde. Der von PSI errechnete Gefährdungsgrad richtet sich dabei nach der Quote der ungepatchten Versionen (57 Prozent) und der Marktdurchdringung (78 Prozent) der Anwendung.

Der zweite Rang gebührt der Java Runtime Environment (JRE) 1.6 / 6.x, auf die im selben Zeitraum insgesamt 78 Schwachstellen entfielen. Die Laufzeitumgebung ist auf zwei Dritteln aller deutschen Rechner installiert, der Anteil der ungepatchten Installationen liegt bei 59 Prozent. Verhältnismäßig wenige ungepatchte Versionen wurden vom Adobe Flash Player 11.x identifiziert (28 Prozent). Ein Marktanteil von 89 Prozent bedeutet angesichts der 83 gemeldeten Schwachstellen dennoch Platz drei der zehn gefährdetsten Programme.

Der Secunia PSI Country Report Q4/2012 (PDF, 215 KB) nennt darüber hinaus die zehn häufigsten Programme, deren Produktlebenszyklus bereits abgelaufen ist (End of Life, EOL). Demnach ist der Adobe Shockwave Player 10.x noch auf sieben Prozent aller Rechner installiert. Auf den Plätzen zwei bis fünf liegen der Macromedia Shockwave Player 8.x, Mozilla 14.x sowie 1.x und Microsoft Word 2000 mit einem Marktanteil von jeweils vier Prozent.

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