Was Cyber-Kriminelle 2014 vorhaben

Die schlechten Vorsätze fürs neue Jahr

| Redakteur: Stephan Augsten

Schnelllebig: Trend Micro hat einige Prognosen für die Bedrohungslandschaft entwickelt.
Schnelllebig: Trend Micro hat einige Prognosen für die Bedrohungslandschaft entwickelt. (Bild: Trend Micro)

Als IT-Sicherheitsanbieter weiß Trend Micro um aktuelle Bedrohungen. Basierend auf den Sicherheitsvorfällen des Jahres 2013 trifft der Hersteller nun einige Sicherheitsvoraussagen für das kommende Jahr. Demnach müssen sich beispielsweise Mobile-Banking-Kunden auf zunehmende Angriffe einstellen.

„Ein bisschen Paranoia kann in Bezug auf Computersicherheit ganz hilfreich sein.“ Mit diesem Satz beschließt Raimund Genes, Chief Technology Officer bei Trend Micro, sein Editorial zum Sicherheitsreport „Verschwommene Grenzen – Sicherheitsvoraussagen für 2014 und darüber hinaus“.

Damit hat er zweifelsohne recht, denn wer jede E-Mail unbedarft öffnet oder auf seinem Mobilgerät ungeprüfte Apps installiert, der muss sich über einen Vireneinbruch nicht wundern. Vor allem der letztere Angriffsweg wird sich im Jahr 2014 weiter etablieren, glauben die Sicherheitsforscher von Trend Micro.

Ein interessantes Ziel für Cyber-Kriminelle dürfte beispielsweise das zunehmende Online-Banking über Mobilgeräte sein. Trend Micro warnt vor einer steigenden Anzahl von Man-in-the-Middle-Attacken, bei denen Angreifer sich in die Datenverbindung zwischen Bank und Endgerät einklinken. Die gängige zweistufige Authentifizierung reiche dann nicht mehr aus.

Eine weitere interessante Angriffsprognose betrifft Schwachstellen in nicht länger unterstützter Software. Hier dürfen sich insbesondere die Update-unwilligen Nutzer von Windows XP und Java 6 angesprochen fühlen. Auf etwa einem Fünftel aller Rechner findet sich immer noch Windows XP, rund die Hälfte ist nach wie vor mit einer Java-6-Version ausgestattet.

Dazu die Meinung des Autors: Lange genug haben Microsoft und Oracle gepredigt, dass die Lebenszyklen dieser beiden Produkte enden. Wer immer noch nicht aktualisieren möchte, darf sich bei einem Virenbefall oder Hack nicht beschweren.

Insgesamt hat Trend Micro acht Sicherheitsprognosen gestellt. Diese haben wir in der Bildergalerie hinterlegt, die mit einem Klick auf das Aufmacherbild geladen wird. Der 14-seitige Bericht „ Verschwommene Grenzen – Trend Micro Sicherheitsvoraussagen für 2014 und darüber hinaus“ (PDF, 1,4 MB) findet sich auf der Webseite von Trend Micro.

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