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Sinnvolle Smartcard-Szenarien Die Smartcard bietet mehr als reines Identity- und Access-Management

| Autor / Redakteur: Volker Kunz, HID Global / Stephan Augsten

Die Smartcard dient schon längst nicht mehr nur der reinen Zutrittskontrolle. Dank einheitlicher Smartcards können Unternehmen auch die logischen Zugriffe absichern und den Mitarbeitern gleichzeitig mehr Komfort im Arbeitsalltag bieten. In diesem Beitrag widmen wir uns möglichen Anwendungsbereichen konvergenter Smartcard-Systeme.

Allround-Talent: Die Smartcard bietet längst mehr als die reine Zugangskontrolle.
Allround-Talent: Die Smartcard bietet längst mehr als die reine Zugangskontrolle.
( Archiv: Vogel Business Media )

Beim Identitäts- und Zugriffmanagement sind Smartcards kaum mehr wegzudenken, weil sich Berechtigungen flexibel anpassen lassen. Gleichzeitig können bestimmte Funktionen den Mitarbeitern das Leben vereinfachen. So gehen immer mehr Unternehmen mit eigener Kantine zur kontaklosen Zahlung per Smartcard über.

Auch beim Personentransport können Smartcards einen Mehrwert liefern, wie das Beispiel der spanischen Murcia-Universität belegt: Hier pendeln nur per Smartcard autorisierte Studenten mit der Uni-eigenen Buslinie zwischen den beiden Teilen des Campus. Gleichzeitig konnte die Universität auf Grundlage der Zugangszahlen feststellen, zu welchen Zeiten die Busse wirklich ausgelastet sind.

Smartcards kommen zunehmend auch im Gesundheitsbereich zum Einsatz, vornehmlich zur Zutrittskontrolle. Immerhin lassen sich damit unterschiedliche Zugangsberechtigungen für bestimmte Gebäudeabschnitte auf bestimmte Mitarbeiter beschränken. Ein interessanterer Einsatzbereich ist allerdings der Zugriff auf sensible Patientendaten im Netzwerk.

Wenn sich ein Arzt mithilfe seiner Smartcard auf kritischen IT-Systemen anmelden kann, verschwendet er keine Zeit mehr mit der Eingabe von Benutzernamen und Passwörtern – die er unter Umständen auch noch vergisst. Außerdem werden die Patientendaten im Sinne des Datenschutzgesetzes nachweislich sicher aufbewahrt und verarbeitet.

Smartcards zahlen sich aus

In Anbetracht der genannten Vorteile fragt man sich, warum nicht mehr Organisationen auf Smartcard-Techniken setzen. Eines der größten Hindernisse bilden wohl die Kosten. Die Wirtschaftskrise hat riesige Löcher in die IT-Budgets vieler Organisationen gerissen, und andere Geschäftsbereiche genießen immer noch größere Priorität als die IT-Sicherheit.

Allerdings können die durch Sicherheitsvorfälle entstehenden Kosten und Umsatzeinbußen schnell das Geld aufzehren, das durch Kürzungen des Security-Budgets eingespart wurde. Bedenkt man, wie flexibel anwendungsübergreifende Smartcards sind, dann ergeben sich einige Kostenvorteile – vor allem für Unternehmen, die sich ohnehin mit Identity- und Access-Management sowie Compliance-Thematiken befassen müssen.

Dabei spielen nicht nur die relativ einfache Umsetzung der Smartcard-Infrastruktur und ihr Betrieb eine Rolle, auch die Wartungskosten sind vergleichsweise gering. Konvergente Smartcards erfordern darüber hinaus keine umfassende Anwender-Schulung über mögliche Sicherheitsrisiken.

Volker Kunz ist Director Business Development EMEA im Bereich Identity- und Access-Management bei HID Global.

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