Bitkom und ENISA warnen vor Cybercrime

Die zehn größten Gefahren im Internet

| Redakteur: Peter Schmitz

Platz 5: Botnetze

Ein Botnetz ist ein Netzwerk infizierter Computer. Die Rechner werden über das Internet zusammengeschaltet und von einem Botmaster kontrolliert. Aus Botnetzen können Spam- und Phishing-Mails versendet oder Webserver mit massenhaften Anfragen lahmgelegt werden (siehe Denial of Service). Zudem können Cyberkriminelle auf den befallenen Computern Passwörter und andere Daten abgreifen.

Das größte bislang entdeckte Botnetz umfasste rund 30 Millionen einzelne Rechner. Der Trend geht inzwischen zu kleineren Botnetzen, die nach Bedarf für kriminelle Zwecke eingesetzt werden. Nutzer sollten zum Schutz aktuelle Software und die neuesten Virenscanner inklusive Firewall verwenden. Die Webseite www.botfrei.de überprüft, ob der eigene Rechner Teil eines Botnetzes ist und reinigt ihn bei Bedarf.

Platz 4: Viren-Baukästen

Viren-Baukästen (Exploit Kits) sind Programme, die die Entwicklung individueller Schadsoftware ermöglichen und Cyberangriffe praktisch automatisieren. Die Programme können Drive-by-Downloads initiieren und nutzen eine Vielzahl weiterer Verbreitungswege, um Computer zu infizieren. Typisch für Viren-Baukästen ist ihre einfache Handhabung, die sie auch für technische Laien benutzbar macht.

Platz 3: Attacken auf Datenbanken und Websites

Angriffe auf Datenbanken per SQL-Injection und auf Webseiten mittels Cross Site Scripting (XSS) sind weit verbreitet. XSS trifft vor allem die Anbieter von Online-Diensten, da Cyberkriminelle mit dieser Methode das Aussehen von Webseiten verändern können. Möglich ist aber auch das Auslesen von Login-Daten. Anwender können sich nur schützen, indem sie zum Beispiel Javascript oder Flash deaktivieren, was aber den Surfkomfort mindert. Noch wichtiger ist, dass Betreiber von Webseiten ihre Seiten sehr sorgfältig programmieren und überwachen.

Platz 2: Trojaner / Würmer

Würmer und Trojaner gehören zu Klassikern unter den Schadprogrammen. Vor allem die Gefährlichkeit von Trojanern steigt wieder, da Cyberkriminelle zunehmend soziale Netzwerke und mobile Plattformen als Verbreitungsweg nutzen. Die Programme nisten sich unerkannt in einem Computersystem ein und führen dann gefährliche Aktionen aus, zum Beispiel übertragen sie Passwörter, die der Nutzer am Gerät eingibt. Einen guten, aber keinen absoluten Schutz bieten die jeweils aktuellsten Antivirenprogramme. Nutzer sollten zudem darauf achten, keine Software aus unsicheren oder unbekannten Quellen zu installieren.

Platz 1: Drive-by-Downloads von Schadsoftware

Beim Besuch manipulierter Webseiten laden sich Internetnutzer unbewusst Schadsoftware auf den eigenen Rechner. Dabei werden in der Regel Sicherheitslücken von Browsern oder Zusatzprogrammen (Plugins) ausgenutzt. Drive-by-Downloads gelten inzwischen als wichtigster Verbreitungsweg für Computerviren und haben damit sogar die E-Mail verdrängt. Nutzer können sich schützen, indem sie immer die neuesten Versionen ihres Browsers und der genutzten Plugins wie Flash, Java sowie des Adobe Reader verwenden.

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