Barracuda-Report zur IT-Security

E-Mail-Angriffe sind Bedrohung für Geschäftsabläufe

| Autor: Ann-Marie Struck

Eines der im Unternehmen meist genutzen Kommunikations-Tools ist E-Mail. Daher muss dabei gesondert auf Sicherheit geachtet werden.
Eines der im Unternehmen meist genutzen Kommunikations-Tools ist E-Mail. Daher muss dabei gesondert auf Sicherheit geachtet werden. (Bild: tashatuvango - stock.adobe.com)

In den letzten zwölf Monaten wurden 43 Prozent der Unternehmen Ziel eines Spear-Phishing-Angriffs. So das Ergebnis einer Studie von Barracuda. Demnach haben E-Mail-Angriffe auch weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsabläufe.

Weltweit gibt es täglich Cyber-Attacken. Ferner bilden E-Mail-Attacken eine große Sicherheitslücke. Das zeigt ein Report von Barracuda. Der Anbieter von Cloud-basierten Sicherheitslösungen hat in seiner Studie Unternehmen nach den Erfahrungen mit Phishing, Insider-Bedrohungen, Office 365 und den damit verbunden Auswirkungen auf die Geschäftsabläufe befragt.

Das Ergebnis: die Mehrheit der IT-Experten sehen E-Mail-Angriffe auch weiterhin als eine erhebliche Bedrohung für die Geschäftsabläufe. Denn 74 Prozent der Befragten sagen aus, dass sich E-Mail-Angriffe massiv auf den Geschäftsbetrieb auswirken. Platz eins der Auswirkungen erhalten mit 49 Prozent die Produktivitätseinbußen bei den Mitarbeitern, gefolgt von Ausfallzeiten und Betriebsstörungen (36 Prozent) und einem daraus resultierenden Ansehensverlust des IT-Teams (28 Prozent).

75 Prozent der Befragten geben an, dass sie, um E-Mail-Sicherheitsprobleme zu lösen, sogar nachts und am Wochenende arbeiten mussten. Auch abseits des Arbeitsplatzes machen sich viele IT-Experten Sorgen um den Zustand der E-Mail-Sicherheit in ihrem Unternehmen.

Kosten von Attacken

Die Kosten aufgrund von E-Mail-Angriffen sind in 78 Prozent der befragten Unternehmen gestiegen. Zudem haben 66 Prozent der Angriffe im vergangenen Jahr direkte finanzielle Kosten für ihr Unternehmen verursacht. Die Kosten lagen bei 44 Prozent bei bis zu 100.000 US-Dollar. 14 Prozent haben sogar bis zu 500.000 US-Dollar Schaden erlitten.

Dennoch ist die Mehrheit (63 Prozent) der befragten IT-Sicherheits-Experten der Ansicht, dass die Systeme in den letzten Jahren sicherer geworden sind. Allerdings können fehlende Security-Tools zur verlässlichen Identifikation von Bedrohungen einem Unternehmen auch ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.

Phishing und Ransomware

Trotz der positiven Bewertung der Sicherheitssysteme sind Phishing und Ransomware weiterhin die wichtigsten Sicherheitsrisiken. Denn fast die Hälfte (43 Prozent) der befragten Unternehmen sind im letzten Jahr von Spear-Phishing angegriffen worden. Weitere Gefahrenquellen bilden: Malware, Datenverlust, Spam, Smishing (SMS Phishing), Account Takeovers und Vishing (Voice Phishing).

Insider-Bedrohungen und Office 365

Ein bekanntes Sicherheitsrisiko ist außerdem der Mensch. Laut des Reports glauben 75 Prozent der Verantwortlichen, dass ihre Mitarbeiter verdächtige Mails nicht oder nur kaum erkennen. Zudem sind unternehmensinterne Angriffe eine weitere Gefahr, so sehen das 79 Prozent der IT-Security-Experten.

Dabei haben 90 Prozent der Office-365-Benutzer Sicherheitsbedenken. Darunter 40 Prozent bezüglich Datenschutz und -verlust, 37 Prozent hinsichtlich Spam und Malware und 35 Prozent wegen der Zuverlässigkeit des Systems sowie potenziellen Ausfallzeiten. Für einen umfassenderen Schutz nutzen Unternehmen weitere E-Mail-Sicherheitslösungen von Drittanbietern. Zu dieser Maßnahme greifen 86 Prozent der Befragten.

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