Kostenloses Anti-Spyware Tool von Microsoft Eine neue Waffe im Kampf gegen Spyware

Redakteur: Peter Schmitz

Seit Beginn des Jahres steht das kostenlose Anti-Spyware-Tool Windows Defender auch als deutsche Version zum Download bereit und schützt PCs auf Wunsch automatisch gegen lästige und gefährliche Spyware aller Art.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das kostenlose Anti-Spyware-Tool Windows Defender von Microsoft ist seit Beginn des Jahres dem Beta-Stadium entwachsen und schützt jetzt Desktop-PCs in Echtzeit gegen Spyware, Adware und andere lästige Störer. Erkennt das Tool Spyware auf dem System bietet es unterschiedliche Aktionen zur Auswahl an, mit denen der Schädling entweder entfernt oder in Quarantäne gelegt wird.

Beim Download des Tools überprüft Microsoft das Betriebssystem des Anwenders darauf, ob es einen Original-Lizenzschlüssel besitzt oder ob mit einer Raubkopie gearbeitet wird. Entdeckt das Tool eine rechtmäßige Version von Windows XP oder Vista arbeitet es klaglos und entfernt auf Wunsch gefährliche Schädlinge auch automatisch. Findet Windows Defender aber eine unautorisierte Version erkennt es zwar weiterhin Spyware auf dem PC, entfernt diese aber nicht.

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Spynet als Netzwerk gegen Spyware

Microsoft Spynet ist der freiwillige Zusammenschluss der Benutzer von Windows Defender zu einem weltweiten Netzwerk. Über Microsoft Spynet sind die Benutzer in der Lage, Spyware und andere Arten schädlicher Software zu identifizieren und an Microsoft zu melden. Die für jedes eingesendete Programm erstellten Signaturen sind dann für alle Spynet-Teilnehmer verfügbar.

Bei der Installation von Windows Defender kann der Anwender entscheiden, ob er Spynet als einfaches oder als Premium Mitglied beitreten möchte, oder ob er den Dienst gar nicht nutzen will. Als Mitglied von Spynet sendet Windows Defender immer dann einen Bericht an Microsoft, wenn das Tool eine Software entdeckt, bei der noch keine Analyse über die Risiken vorliegt, die diese Software für die Sicherheit eines Computers bedeuten könnte.

Ist der Anwender als einfaches Mitglied registriert sendet Windows Defender nur einen reduzierten Datensatz über eine solche Software an Microsoft, ist man dagegen Premium Mitglied werden umfangreichere Informationen wie zum Beispiel auch der Speicherort der Software verschickt. Als Bonus für die erweiterten Informationen warnt Windows Defender den Anwender dann aber auch bei unbekannter Software vor Risiken und nicht nur beibekanntermaßen schädlicher Software.

Verzichtet man auf die Teilnahme am Spynet-Netzwerk hat dies für den Betrieb von Windows Defender zunächst keinerlei negative Auswirkungen, man erhält analog zur einfachen Mitgliedschaft keine Warnungen über unklassifizierte Software, wie man sie als Premium Mitglied erhält, trägt allerdings auch nicht zur Verbesserung der Signaturbasis und damit indirekt auch nicht zum besseren Schutz des eigenen PCs bei.

Noch mehr kostenlose Sicherheit

Neben Windows Defender bietet Microsoft noch eine Reihe weiterer Antispyware- und Antivirus-Tools für Endanwender zur kostenlosen Nutzung an. Windows Live OneCare Safety Scanner beispielsweise ist ein Webdienst, der on demand nach Viren und Spyware sucht, Updates überprüft und Datenmüll entfernt.

Das Tool zum Entfernen schädlicher Software ist ein seit längerem verfügbares Sicherheitstool, das einen PC auf bestimmte Viren und andere Malware, wie Trojaner überprüft und eine eventuelle Infizierung beseitigt.

Windows Defender schützt zwar „nur“ vor Spyware, allerdings im Gegensatz zu den beiden zuvor genannten Tools automatisch und dauerhaft und nicht nur dann, wenn die Tools vom Anwender ausgeführt werden. Windows Defender ist als 32- oder 64-Bit-Version zum Download verfügbar und in jedem Fall ein sinnvoller, kostenloser Schutz für jeden Desktop PC.

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