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eID-Zertifizierung und -Sperrlisten Elektronischer Personalausweis – BVA sorgt für Sicherheit der eID-Funktion

| Redakteur: Stephan Augsten

Wer sich im Internet ausweisen möchte, der kann ab Montag, 1. November 2010, den neuen Personalausweis mit eID-Funktion (elektronischer Identitätsnachweis) beantragen. Während die staatliche Vergabestelle für entsprechende Anbieter-Berechtigungszertifikate jüngst ihre Arbeit aufgenommen hat, wird eine eID-Sperrfunktion noch umgesetzt.

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Der neue Personalausweis kann künftig auch im Internet als Identitäts- und Legitimationsnachweis dienen.
Der neue Personalausweis kann künftig auch im Internet als Identitäts- und Legitimationsnachweis dienen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Noch immer herrschen Zweifel, wie sinnvoll und sicher der elektronische Identitätsnachweis (eID) des neuen Personalausweises eigentlich ist. Mithilfe der eID-Funktion soll man sich künftig berechtigten Anbietern gegenüber einfach ausweisen können.

Die Vergabestelle für Berechtigungszertifikate im Bundesverwaltungsamt (BVA) wird ab sofort dafür sorgen, dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht. So wird im Rahmen eines Zertifikatsantrags beispielsweise vorab geprüft, ob ein Service-Anbieter alle gesetzlichen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen zur Verwendung der eID-Daten erfüllt.

Das Berechtigungszertifikat legt anschließend fest, welche Datenfelder der Anbieter überhaupt auslesen darf. Bei Missbrauch oder Verstößen können die Berechtigungen zurückgenommen und Bußgelder verhängt werden. „Die Vergabestelle befindet sich in enger Abstimmung mit den Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder“, erläutert Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes. So könne man nach einer Prüfung zeitnah auf einen Missbrauch der Berechtigung reagieren.

Aber auch Anwender-seitig wäre ein Missbrauch möglich, beispielsweise wenn der elektronische Personalausweis (ePA) verloren geht und in die falschen Hände gerät. Deshalb entwickelt das BVA gemeinsam mit Siemens IT Solutions and Services einen globalen eID-Sperrdienst. Dieser basiert auf archivierten Sperrvermerken, die ein Diensteanbieter bei den involvierten Trustcentern abrufen kann. Anhand dieser vorgehaltenen Sperrlisten kann der Service-Anbieter prüfen, ob die eID-Funktion des Personalausweises noch aktiviert ist.

Seit Freitag ist auch das Informations- und Service-Portal zum elektronischen Personalausweis online. Diensteanbieter können über die Website ihre Anträge auf die Erteilung von Berechtigungszertifikaten stellen; Bürger, Firmen und Verwaltungen erhalten detaillierten Informationen über die neuen ePA-Funktionen.

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