Facebook, Apple und Spamhaus sind Angriffsziel

Erfolgreiche Hackerangriffe 2013

| Redakteur: Peter Schmitz

Den März 2013 kann man guten Gewissens als Monat der DDoS (Distributed Denial of Service) Angriffe bezeichnen. Der größte Angriff dieser Art ist gegen die Anti-Spam-Organisation Spamhaus gerichtet. Das Unternehmen vermutet hinter dem Angriff einen Racheakt des niederländischen Webhosters Cyberbunker, da dieser auf die Spam-Blacklist aufgenommen wurde.

Als sich Spamhaus dann den Sicherheitsdienstleister Cloudflare zur Hilfe holt um die Angriffe abzuwehren, werden diese auch gegen dessen Infrastruktur geführt. Die Menge an Daten wird dabei so groß, dass durch den Angriff, den das BSI als "massivsten seiner Art" bezeichnet, sich die Internetgeschwindigkeit weltweit verlangsamt.

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Weitere DDoS Angriffe im März richteten sich unter anderem gegen die Linux-Entwickler-Gruppe Raspberry Pi, deren Webseite nach einer DDoS-Attacke offline war, und außerdem in drei Angriffswellen gegen tschechische Webseiten.

In der ersten DDoS-Welle waren tschechische Newsseiten, darunter inhed.cz, idnes.cz, lidovky.cz oder mobilmania.cz Angriffsziel. In der zweiten Welle der Angriffe traf es dann Finanzdienstleister und die Prager Börse und die dritte Angriffswelle traf schließlich die Webseiten tschechischer Mobilfunkanbieter wie O2 und T-Mobile.

Daten von US-Promis veröffentlicht

Aber auch im März gab es nicht nur DDos-Angriffe. So hat zum Beispiel ein Hacker im Internet persönliche und vertrauliche Daten wie Sozialversicherungsnummer, Kreditkartenabrechnungen und Informationen zu Hypotheken verschiedener US-Prominenter veröffentlicht.

Zu den Opfern der Hacker-Attacke gehören laut US-Medienberichten rund ein Dutzend prominente Künstler und Politiker, darunter US-Vizepräsident Joe Biden, die Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton, die Schauspieler Mel Gibson und Ashton Kutcher, der Finanzmogul Donald Trump und die Sängerinnen Britney Spears und Beyonce, sowie Charlie Beck, der Chef des Los Angeles Police Department (LAPD).

Ocean's 11 in Australien

Ein filmreifer Hack gelang einer Gruppe Krimineller in Australien. Die Angreifer hackten das Überwachungssystem des größten australischen Casinos "Crown Casino" und ermöglichten dadurch einem Komplizen in einem Highroller Pokerspiel fast 33 Millionen US-Dollar zu gewinnen.

Der Komplize war im Casino ein bekannter Highroller und konnte so problemlos Zugang zu einer privaten Pokerrunde ohne Limit erlangen. Dort gelang es ihm, dank der Komplizen im Überwachungssystem und drahtloser Übermittlung der nötigen Infos, innerhalb von acht Spielen einen Gewinn von mehr als 32 Millionen US-Dollar einzustreichen.

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