Meine kulturelle Heimat in der Cloud hat noch ein paar Schönheitsfehler

Erster Erfahrungsbericht mit Apples Synchronisierungsdienst iCloud

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Fragwürdiger Datenschutz

Bei allem Komfort dieser Features darf nicht übersehen werden, dass der US-Konzern Apple damit jede Menge Infos über seine Kunden erhält: Namen, Kreditkartennummer, E-Mails, Kontakte, Aufenthaltsort.

Schon bald nach der Markteinführung zielte die Kritik an iCloud vor allem darauf ab, dass Apple die Daten seiner Kunden aus aller Welt in mehreren Rechenzentren in den USA speichert und auf Grundlage des Patriot Act, einem Gesetz zur Terrorabwehr, einzelnen US-Behörden zur Verfügung stellen könnte.

Besonders brisant ist dies mit geschäftlichen Dokumenten oder Mails. Beim BYOD (Bring your own Device) kann es passieren, dass geschäfliche und private Mails oder Dokumente von einem iPhone oder iPad im iCloud-Speicher des Anwenders abgelegt werden, eine Horrorvostellung für Admins, den CIO oder den Betriebsrat.

Augenscheinlich konsequenter geht hier Kim Schmitz mit Mega zu Werke: Durch die Verschlüsselung aller Kundendaten lassen sich unbefugte Zugriffe verhindern. Nur der Nutzer, nicht aber der Diensteanbieter kennt den Code für die Daten. Somit ist man bei Mega aus dem Schneider, wenn der Kunde Uploads und möglich Verstöße gegen das Urheberrecht vornimmt.

Wer Dateien jeder Art hochlädt, darf den Entschlüsselungscode nur im privaten Kreis verbreiten, aber wer weiß schon, ob sich die User daran halten oder einen schwungvollen Austausch illegaler Filmkopien und Musik organisieren. Behörden und die Unterhaltungsindustrie sind über diese Verfahrensweise bei Mega von Kim Schmitz bereits alarmiert.

Als Anbieter des iTunes Store, dem größten Online-Portal zum kommerziellen Vertrieb von Musik, hat Apple keine Probleme mit den Nutzungsrechten der Verwertungsgesellschaften.

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