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Ponemon-Studie zu Datenverlust-Schäden Festplatten-Verschlüsselung von Vorteil?

Redakteur: Stephan Augsten

Datenverluste kosten Unternehmen deutlich mehr als die Investition in Festplatten-Verschlüsselung. Zu diesem Schluss kommt die Studie „The True Cost for Full Disk Encryption“, die der Encryption-Experte Winmagic beim Ponemon-Institut in Auftrag gegeben hatte.

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Kommerzielle Lösungen zur Festplatten-Verschlüsselung kosten laut Winmagic weniger als ein Datenverlust.
Kommerzielle Lösungen zur Festplatten-Verschlüsselung kosten laut Winmagic weniger als ein Datenverlust.

Die Studie „The True Cost for Full Disk Encryption“ vergleicht die finanziellen Schäden eines Datenverlusts mit den Gesamtbetriebskosten (Total Costs of Ownership (TCO) der Festplatten-Verschlüsselung. Hierfür hat das Ponemon Institute insgesamt 1.335 IT-Manager und IT-Sicherheitsmanager in Deutschland, Großbritannien, Japan und den USA befragt.

Je nach Land überstiegen die durch Datenverluste entstandenen Geldeinbußen die Kosten für eine Verschlüsselungslösung um das vier- bis 20-fache, so Winmagic. Etliche Unternehmen gaben an, dass mehr als ein Drittel ihrer gestohlenen Desktops oder Laptops unverschlüsselte, sensible Daten enthielten.

Berücksichtigt wurden Organisationen aller wichtigen Branchen, die TCO richteten sich vornehmlich nach Unternehmensgröße: Die höchsten Kosten hatten Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern und solche mit mehr als 25.000 Mitarbeitern. Sie lagen bei 399 US-Dollar beziehungsweise 313 US-Dollar pro Benutzer.

Administration und Betrieb als Kostentreiber

Die reinen Softwarekosten für Lizenzierung und Wartung betragen allerdings nur einen geringen Bruchteil der Gesamtbetriebskosten. Den größten TCO-Anteil machte der Zeitaufwand aus, den Anwender und IT-Abteilungen in den Betrieb von verschlüsselten Desktops oder Laptops investieren.

Hieraus schließt Winmagic, dass kostenlose Verschlüsselungslösungen, die ins Betriebssystem integriert sind, sich nicht auszahlen. Durch negative Auswirkungen auf IT-Prozesse und Produktivität generierten sie höhere Gesamtbetriebskosten, als kommerzielle Lösungen von Drittanbietern.

Die Ponemon-Studie zeige, dass Investitionen in Verschlüsselungslösungen wie SecureDoc sich in weniger als einem Jahr amortisieren, meint Georg Gann, Director Sales bei WinMagic in Frankfurt am Main. „Lösungen hingegen, die im Bundle mit Betriebssystemen oder Anti-Malware-Produkten kommen, könnten das IT-Budget und die Benutzerzufriedenheit am Ende eher negativ beeinflussen.“

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