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file virtualization | Dateivirtualisierung

| Redakteur: Gerald Viola

Unter Dateivirtualisierung versteht man die Schaffung einer Abstraktionsebene zwischen Fileservern und den Clients, die auf diese Fileserver zugreifen. Nach der Implementierung verwaltet

Unter Dateivirtualisierung versteht man die Schaffung einer Abstraktionsebene zwischen Fileservern und den Clients, die auf diese Fileserver zugreifen. Nach der Implementierung verwaltet die Datei-Virtualisierungsebene die Dateien und Dateisysteme einheitlich über mehrere Server in einem einheitlichen Namensraum. Weiterhin sind die Fileserver für die Daten- und Metadatenvorhaltung zuständig.

Obwohl diese Umgebung oberflächlich betrachtet zusätzlichen IT-Overhead schafft, bietet die Dateivirtualisierung einige wesentliche Vorteile, darunter einen globalen Namespace für die Indizierung der Dateien auf den Fileservern im Netzwerk. Darüber hinaus ermöglicht diese Konsolidierung der virtuellen Speicherkapazität die gemeinsame Nutzung von Kapazitäten durch alle Fileserver. Die Daten können für den Anwender und die Anwendungen transparent zwischen Fileservern migriert werden - eine optimale Lösung in einer hierarchischen Speicherinfrastruktur. Kurzum, die Dateivirtualisierung gibt Unternehmen die Möglichkeit, isolierte Speicherkapazitäten auf Fileservern im Netzwerk zu reaktivieren und unterstützt die nahtlose Migration zwischen Fileservern.

Die Dateivirtualisierung kann als Appliance bzw. als Standardserver mit einer Dateivirtualisierungssoftware implementiert werden. Die Entscheidungskriterien hierbei sind die Kosten, der Verwaltungsaufwand sowie die möglichen, mit der Implementierung zusammenhängenden Betriebsstörungen. Am häufigsten fällt die Entscheidung für eine Appliance-basierte Lösung; dabei stehen vier unterschiedliche Architekturen zur Verfügung, Out-of-Band, In-Band, eine Kombination beider Lösungen sowie Split-Path.

Nicht alle Dateivirtualisierungen waren langfristig von Erfolg gekrönt und manche Organisationen haben sie wieder entfernt. Sie kann erhebliche Störungen des Fileserver- und NAS-(Network-Attached-Storage-)betriebs verursachen. In extremen Fällen ist das Unternehmen in diesem Fall gezwungen, die Daten auszulagern, die Dateivirtualisierungsebene aufzulösen und neu zu formatieren, bevor alle Daten wieder geladen werden. Viele Hersteller sind bei der Identifizierung von möglichen so genannten Rollback-Problemen behilflich und bieten Unterstützung zur minimieren der Betriebsunterbrechung an. Viele Benutzer testen ihre Rollback-Prozeduren bevor die Virtualisierungsebene umgesetzt wird.

In manchen Fällen stößt die Dateivirtualisierung auf Skalierbarkeitsprobleme, welche die Anzahl der Dateisysteme, Dateien, Server bzw. die I/O-(Input-/Output-)Performance betreffen. Die Dateivirtualisierungsplattform muss außerdem mit der aktuellen Infrastruktur harmonieren, sodass die vorhandenen Speichersystem und Switches weiterhin genutzt werden können. Um mögliche Probleme zu vermeiden, sollte eine Dateivirtualisierungsplattform immer in Bezug auf Skalierbarkeit und Interoperabilität getestet werden.

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