Breach Level Index Q3/2014 von SafeNet

Finanzinstitute, Einzelhandel und Cloud-Dienste als Hacker-Ziele

| Redakteur: Stephan Augsten

Fast 184 Millionen Datensätze sind im dritten Quartal 2014 bei öffentlich gemeldeten Sicherheitsvorfällen abhanden gekommen.
Fast 184 Millionen Datensätze sind im dritten Quartal 2014 bei öffentlich gemeldeten Sicherheitsvorfällen abhanden gekommen. (Bild: SafeNet)

320 Cyber-Attacken wurden von Juli bis September 2014 öffentlich gemeldet, wie der Breach Level Index des Datensicherheitsanbieters SafeNet zeigt. Insbesondere Finanzdienstleister, Einzelhändler und Cloud-Dienste waren betroffen. Über 183 Millionen Datensätze wurden dabei gestohlen oder gingen verloren.

Im dritten Quartal 2014 zielten laut SafeNet Breach Level Index (BLI) besonders viele Angriffe, nämlich 46 Prozent, auf einen Identitätsdiebstahl ab. Nimmt man alle Angriffe zusammen, so ging gut die Hälfte auf das Konto von kriminellen Dritten. Fast 174 Millionen Datensätze wurden dadurch kompromittiert, das entspricht einem Anteil von 97 Prozent.

Bei 24 Prozent aller registrierten Fälle handelte es sich um zufällige oder versehentliche Datenverluste. Dabei gingen allerdings „nur“ 2,8 Millionen Datensätze verloren, das entspricht 1,5 Prozent. Kriminelle Mitarbeiter waren für zwölf Prozent der Vorfälle verantwortlich, konnten damit allerdings gerade einmal rund 52.000 Datensätze entwenden (0,03 Prozent).

Web-Aktivisten waren in drei Prozent aller Fälle involviert, sie waren für den Verlust von 117.105 Assets verantwortlich. Sieben Prozent aller öffentlich gemeldeten Vorfälle ließen sich auf staatlich geförderte Aktivitäten zurückführen und sorgten für den Abfluss von gut zwei Millionen Datensätzen.

77,6 Millionen Datensätze beziehungsweise 42 Prozent aller gestohlenen Informationen entfielen auf die Finanzbranche, obwohl nur 11 Prozent der Angriffe auf sie abzielten. Es lässt sich also festhalten, dass bei den Geldinstituten verhältnismäßig viele Daten pro Angriff abflossen. 57.216.390 Datensätze beziehungsweise 31 Prozent aller gestohlenen Informationen büßte der Einzelhandel ein. 36.415.080 Datensätze beziehungsweise 20 Prozent aller gestohlenen Informationen ließen sich auf Cloud-Dienste zurückführen.

Knapp 86,4 Millionen (also fast die Hälfte) aller betroffenen Datensätze waren Zugangsdaten. Bei einem Drittel der Informationen handelte es sich um Bank- und Kreditkartendaten. Gut 30,7 Millionen Datensätze beziehungsweise 17 Prozent aller kompromittierten Informationen betrafen die persönliche Identität von Kunden. 116.220 Datensätze beziehungsweise weniger als ein Prozent aller gestohlenen Informationen waren geschäftlicher Natur (bspw. geistiges Eigentum).

Detaillierte Statistiken finden Interessierte auch auf der SafeNet-Website BreachLevelIndex.com.

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