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Symantec Phishing- und Spam-Report Fingierte Job-Angebote, Google- und MySpace-News ködern Spam-Empfänger

| Redakteur: Stephan Augsten

Wie aus dem aktuellen Spam- und Phishing-Report von Symantec hervorgeht, stammte fast die Hälfte der Spam-Mails im März aus der EMEA-Region. Gerne machten sich die Spammer im Betreff hochrangige Namen wie Google oder MySpace zunutze. In den USA sollten derweil fingierte Job-Angebote die E-Mail-User zu Klicks auf unsichere Links verleiten.

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Unrühmlich: In den USA werden die meisten Phishing-Webseiten gehostet, auf Platz zwei folgt bereits Deutschland. Bild: Symantec
Unrühmlich: In den USA werden die meisten Phishing-Webseiten gehostet, auf Platz zwei folgt bereits Deutschland. Bild: Symantec
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Rahmen des monatlichen Spam- und Phishing-Reports hat der Security-Hersteller Symantec eine massive Phishing-Attacke analysiert. Dabei wurde den E-Mail-Empfängern eingeredet, dass ihre Kreditkarte illegal belastet worden sei. Das vermeintliche Opfer müsse seine Daten zwingend auf der angegebenen Webseite abgleichen, um den Kauf abzubrechen.

Eigens für diese Spam-Kampagne hatten die Cyber-Kriminellen zwei verschiedene Phishing-Webseiten aufgesetzt, die in verschiedene Sprachen übersetzt waren, darunter Englisch und Französich. Auf beiden Seiten wurden die Anwender dazu aufgefordert, ihre privaten Daten in ein Formular einzutragen. Die Kreditkartennummer wurde automatisch übertragen.

Eine dieser Webseiten wurde mit automatischen Phishing-Toolkits generiert, die meistens die Endung „.cz“ für Tschechien trugen. Die zweite Variante bestand aus URLs mit IP-Domänen, die auf US-basierten Servern gehostet wurden.

USA dominieren Länder-Statistik, EMEA gefährlichste Weltregion

Letztlich klassifizierte Symantec im März beinahe 90 Prozent aller untersuchten E-Mail-Nachrichten als Spam. In den USA ging der Trend hin zu Betreffzeilen wie „Job seekers in USA“, während in anderen Regionen vornehmlich Ostern aber auch Google und MySpace thematisiert wurden.

Der Anteil an Scam- und Phishing-Nachrichten am Gesamt-Spam lag im März bei 17 Prozent, Phishing-Angriffe nahmen um drei Prozent ab. Bei den Phishing-Ködern und -Hosts führen die Vereinigten Staaten die Herkunftsstatistik mit jeweils rund 50 Prozent an. Auch Deutschland steht in beiden Statistiken weit vorne auf Rang drei (5 Prozent der Phishing-Mails) bzw. Rang zwei (7 Prozent der Phishing Hosts).

In der Länderstatistik der Spam-Versender rangieren ebenfalls die USA mit einem Anteil von knapp einem Viertel ganz oben, allerdings bleibt dieser Wert im Vergleich der Weltregionen nahezu unverändert. So kommt es, dass Nordamerika hinter EMEA liegt, die für 44,7 Prozent des Spam-Aufkommens verantwortlich ist. Vorreiter dieser Region sind die Niederlande, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Interessierte finden weitere Informationen und den ausführlichen Phishing- und Spam-Report auf der Symantec-Homepage.

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