Fraunhofer SIT veröffentlicht Workshop-Ergebnisse

Forschungspapier zu Sicherheit in der Industrie 4.0

| Redakteur: Stephan Augsten

In der Industriewelt muss hinsichtlich der IT-Sicherheit leider allzu oft nachjustiert werden.
In der Industriewelt muss hinsichtlich der IT-Sicherheit leider allzu oft nachjustiert werden. (Bild: Archiv)

IT und vernetzte Systeme kommen vermehrt in der industriellen Produktion und Automatisierung zum Einsatz. Die Industrie 4.0 muss sich folgerichtig gegen Cyber-Attacken von innen und außen wappnen. Entsprechende Handlungsempfehlungen hat das Fraunhofer-Institut für Sicherheit in der Informationstechnologie bei einem Workshop erarbeitet.

Knapp ein Jahr ist es her, dass das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) zum Eberbacher Gespräch geladen hatte. Alle Ergebnisse des Workshops „Sicherheit in der Industrie 4.0“ wurden in einem 38-seitigen Forschungspapier zusammengefasst, grafisch aufbereitet und nun auf der Webseite des Fraunhofer SIT veröffentlicht.

Ziel des Workshops war es, passende Leitlinien und konkrete Vorschläge für die IT-Herausforderungen im Produktionsumfeld zu entwickeln. Ein grundsätzliches Problem bestehe nämlich darin, dass die systematische Absicherung gegen Angriffe oft erst mit deutlichem zeitlichen Abstand auf die IT-Einführung selbst folge.

Wie sich herausstellte, sind die daraus resultierenden Probleme vielfältig. Sie reichen von der Betriebssicherheit der Maschinen und Anlagen über die Cyber-Sicherheit bis hin zu Fragen bezüglich des Datenschutzes sowie der Daten- und Rechtssicherheit für unternehmensübergreifende Dienste. Aus den Problemstellungen leiteten die Forscher anschließend sechs Handlungsfelder ab.

Im Bereich der IT-Sicherheit ist dabei beispielsweise das Handlungsfeld „Security by Design“ von Bedeutung. Hier fehle es an einheitlichen Methoden, die Sicherheit bereits bei der Entwicklung industrieller Systeme zu berücksichtigen. Existierende Sicherheitsnormen und Testwerkzeuge müssten „in die Industriewelt übertragen und mit den Standards zur funktionalen Sicherheit (Safety) verbunden werden“, heißt es in dem Dokument.

Weitere IT-relevante Handlungsfelder, die diskutiert werden, sind kurz gefasst: Vertrauensverhältnisse, Schutz von geistigem Eigentum, Benutzbarkeit sowie Rechtssicherheit und Datenschutz. Vor allen steht noch der eher praxisnahe Bereich der Bauanleitungen. Interessierte können das Forschungspapier Sicherheit in der Industrie 4.0 beim Fraunhofer SIT herunterladen.

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