Web-Dienste, PC und Smartphone absichern und aktualsieren

Fünf Sicherheitstipps für den Hausgebrauch

| Autor / Redakteur: Ralph Dombach / Peter Schmitz

Mit wenigen Handgriffen kann man Cyber-Kriminellen die Arbeit deutlich erschweren.
Mit wenigen Handgriffen kann man Cyber-Kriminellen die Arbeit deutlich erschweren. (Bild: Teamarbeit - Fotolia.com)

Hundertprozentige Sicherheit ist nur ein frommer Wunsch. Doch kleine Handgriffe tragen einen Großteil dazu bei, die Nutzung von Computern sicherer zu machen und den Aufwand für Cyber-Attacken zu erhöhen. Wir haben einige Sicherheitstipps, die sich insbesondere an private PC- und Smartphone-Nutzer richten.

Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orte, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Dies gilt auch für IT-Sicherheit. Denn wenn viele Leute täglich etwas für ihren eigenen Schutz tun, wird dies den Cyberkriminellen die Arbeit erschweren.

Zugegeben: Gegen Passwort-Diebstahl sind selbst professionelle Unternehmen nicht immun. Angriffe auf IT-Firmen wie Yahoo, Evernote oder auch Twitter haben dies eindrucksvoll belegt. Aktionismus ist angesagt – auf Seiten der attackierten Unternehmen ebenso, wie auch bei den Nutzern der Dienste.

Viele User nutzen seit Jahren das gleiche Passwort. Prinzipiell wäre dies auch okay, wenn es sich dabei um ein ausreichend langes und „kreatives“ Kennwort handelte, welches nicht im Browser-Cache gespeichert ist. Leider nutzen viele Anwender allzu häufig nur scheinbar sichere Allerwelts-Passwörter.

Wer sich jetzt angesprochen fühlt, der sollte einen Passwortwechsel erwägen, um die eigene Identität vor unberechtigtem Zugang zu schützen. Wechseln Sie bei allen Online-Diensten die Zugangsdaten und verwenden Sie sichere Kennwörter. Wie sicher das gewählte Passwort ist, verrät einem bei Bedarf beispielsweise der Microsoft Password Checker.

Ein neues Passwort für jeden Service – da kommt unter Umständen einiges zusammen. Wer nun fürchtet, bei all den verschiedenen Passwörtern die Übersicht zu verlieren, für den ist ein Passwort-Manager die Lösung. Dieser speichert die Zugangsdaten in einem chiffrierten Format und gibt den Zugriff darauf erst nach Eingabe eines Master-Passwortes frei.

So muss man sich nur ein Passwort merken, anstatt viele verschiedene. Passwort-Manager gibt es als Kauf-Software, im Web sind aber auch Gratis-Produkte erhältlich. Zu den bekannteren Tools zählen Keepass, welches auch als Portable Version (z.B. für USB-Sticks) verfügbar ist, oder LastPass als Multi-Platform-Tool.

Der bessere Privat-PC

Wer beruflich einen Computer nutzt, hat meistens auch auf dem heimischen Schreibtisch einen stehen. Teilweise sind es hier Uralt-Kisten, die in der Familie keiner mehr nutzen möchte („Tut mir leid Papa, chatten ist mit dem PC soooo langsam“) oder es ist ein zeitgemäßes Gerät, welches meistens sogar das betrieblich genutzte System in den Schatten stellt.

Erfreulicherweise hat Sicherheit inzwischen auch den Einzug in den privaten Lebensraum geschafft. Viele Systeme werden durch Virenscanner und/oder Firewalls vor Cyber-Attacken geschützt. Oft kommen Gratis-Produkte renommierter Hersteller zum Einsatz, denn die genügen ja für den Schutz des heimischen Systems.

Kostenlose Sicherheitslösungen sind qualitativ durchaus hochwertig, decken aber oft nur einen Teilbereich des Bedrohungsumfeldes ab. Erfahrene Nutzer wissen das und schützen sich mit verschiedenen Tools, die aber allesamt aktualisiert und gewartet sein wollen. Weniger versierte und arbeitswillige Nutzer sollten lieber auf eine komplette Security Suite vertrauen.

Professionelle Komplettpakete bieten sich insbesondere dann an, wenn viele Familienmitglieder den PC benutzen. Denn dann lässt sich nicht zuverlässig sagen, wer die Sicherheit des eingesetzten Systems beeinträchtigt. Achten Sie beim Kauf auch auf Sonderaktionen, bei denen aktuelle Produkte einem Nachlass von bis zu 25 Prozent angeboten werden!

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